Was macht ein Headhunter? Definition, Aufgaben, Vorteile der Executive & Direct Search

Was macht ein Headhunter? Definition, Aufgaben, Vorteile der Executive & Direct Search | TechMinds

Headhunter sind mittlerweile im Bereich der Personalbeschaffung in vielen Branchen nicht mehr wegzudenken: Fachkräfte und Experten fehlen im MINT-Bereich an allen Ecken und Enden – und bedrohen so den Erfolg vieler Unternehmen. Auch in Zeiten der Covid-19-Pandemie sehen – laut Mittelstandsbarometer von Ernst & Young im März 2021 – 54 Prozent der deutschen Mittelständler den Fachkräftemangel als größte Gefahr für die Entwicklung ihres eigenen Unternehmens

Eine nahezu erreichte Vollbeschäftigung hat den deutschen Arbeitsmarkt in den letzten Jahren gravierend verändert: Fachkräfte und Experten sind heute nicht mehr aktiv auf Jobsuche, sondern befinden sich in den meisten Fällen in einer festen Anstellung. Vakante Stellen für Führungs- und Fachkräfte sind in Unternehmen folglich nur noch schwer zu besetzen. Das bringt nicht nur erhebliche wirtschaftliche Einbußen für das Unternehmen mit sich, sondern gefährdet auch langfristige Ziele und Erfolge, da Aufgaben und Aufträge nicht ausgeführt werden können. Paradiesische Zustände für einen Headhunter: Er kommt zum Einsatz, wenn Unternehmen in Sachen Personalsuche selbst aktiv werden (müssen) und begibt sich auf die Suche nach passenden Kandidaten für vakante Stellen. 

Doch was genau gehört eigentlich zum Aufgabenspektrum eines Headhunters? Was bedeutet der Begriff? Und welche Strategien und Einsatzgebiete gehören zum Headhunting? Unser Artikel soll für mehr Klarheit in einem weit gefassten Berufsfeld sorgen und bietet Ihnen einen umfassenden Überblick über alle Aufgaben, Strategien, Kosten und Vorteile eines Headhunters.

Definition ‚Headhunting‘ – Ein Branchenkenner auf der Jagd nach Fachkräften

Wörtlich aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt bedeutet der Begriff ‚Headhunter‘ so viel wie ‚Kopfjäger‘. Von diesem martialischen Ursprung ist in der Praxis jedoch nur noch das Prinzip geblieben: Die Aufgabe eines ‚Headhunters‘ wird im Gabler Wirtschaftslexikon als „gezielte Suche und Auswahl von qualifizierten und oft sehr spezialisierten Fach- und Führungskräften durch spezialisierte Personalberater im Auftrag von Unternehmen“ definiert. Ziel eines Headhunters ist es folglich, potenzielle Kandidaten für eine zu besetzende Stelle zu identifizieren und – wenn nötig – der Konkurrenz abspenstig zu machen. 

Nach wie vor ist es vor allem die IT- und Tech-Industrie, die den größten Bedarf an Fach- und Führungskräften verzeichnet: Der HR Report 2021 von Monster Insights stellt fest, dass 49 Prozent der Personalverantwortlichen im IT- und Tech-Bereich neue Stellen schaffen wollen. Um diese Stellen besetzt zu bekommen, müssen diese Unternehmen unbedingt auf Headhunting-Experten vertrauen, denn: IT-Headhunter sind zumeist mehr und besser vertraut mit dem unternehmensübergreifenden Arbeitsmarkt als Personaler und Unternehmen. Sie verfügen über tägliche Übung in der zielgruppengerechten Direktansprache sowie im Idealfall Insiderzugang – sowohl zu Unternehmen, als auch Entscheidern auf Managerebene. Diese exklusiven Kontakte entwickeln sich meist im Laufe der Berufsjahre eines Headhunters. 

Headhunting Prognose 2021 | TechMinds

Beruflicher Werdegang: Headhunting lebt von der Berufserfahrung

Headhunting ist kein Ausbildungsberuf oder Studium. Fähigkeiten, Kontakte und Erfahrungen entstehen aus der Berufserfahrung und Ausübung des Headhunter-Berufs. In gehobenen Personalberatungen wird jedoch ein Studienabschluss vorausgesetzt. Im Tech-Headhunting kann ein technischer Studienabschluss oder Berufserfahrung in diesem Umfeld von großem Vorteil sein. Insbesondere im Executive Search bringen Headhunter entweder Vorerfahrung in einem Unternehmen außerhalb des HR-Bereichs mit, bevor sie in ein gehobenes Headhunting übergehen oder sie haben sich bei Personalberatungen in einer Einstiegsposition etabliert und nach oben gearbeitet. Neben der Anstellung bei Personalberatungen, Personalvermittlungen oder in Personalabteilungen von Unternehmen, können Headhunter aber auch in der Selbstständigkeit tätig werden. 

Branchenkenntnis als wichtigste Voraussetzung im Headhunting

Die meisten Headhunter spezialisieren sich auf ein Berufsfeld, d.h. eine tiefe und ausgeprägte Branchenkenntnis (z.B. der IT-Branche) ist essentiell für die Ausübung einer Tätigkeit im Bereich des Headhuntings. Dennoch zählen vor allem eine hohe Anpassungsfähigkeit und schnelle Auffassungsgabe zu den wichtigsten Eigenschaften eines Recruiters, denn: Mehr und mehr müssen auch Stellen besetzt werden, die interdisziplinäre Ansätze in sich vereinen und verschiedenen Branchen zuzuordnen sind.

Welch enormen Bedarf Unternehmen an Headhuntern haben, zeigen Zahlen aus dem Jahr 2018: Laut Branchenverband BDU wurden 72.000 offene Stellen von Fach- und Führungskräften durch Headhunting besetzt. Branchen, die besonders stark von Headhuntern profitieren, sind allem voran die IT- und Telekommunikation, aber auch Chemie– und Pharmaindustrie sowie verarbeitendes Gewerbe, Maschinenbau und die Logistikindustrie

Headhunting in Zeiten der Pandemie: Digitalisierung ist auch in der Personalsuche angekommen

Mit der weltweiten Covid-19-Pandemie veränderte sich auch der Arbeitsalltag von Headhuntern grundlegend: Vor 2020 basierte der Beruf des Headhunters vor allem auf dem Knüpfen von persönlichen Kontakten, der Netzwerkpflege in persona, und Messen oder diverse andere Veranstaltungen gehörten zum daily Business. Heute ist auch die Arbeitswelt der Headhunter-Branche immer weiter digitalisiert: New Work und Arbeit 4.0 sind auch im Recruiter-Business angekommen. Durch Reise- und Kontaktverbote sind Headhunter kaum mehr auf Geschäftsreisen und Messen sowie Networking-Events werden in den digitalen Raum verlagert. Auch persönliche Treffen – sei es mit Klienten oder potenziellen Kandidaten für den Auftraggeber – finden größtenteils online statt. 

Doch wie sieht die Arbeit eines Headhunters in einer zunehmend digitalen Welt genau aus? Aus welchen expliziten Aufgaben besteht nun die gezielte (online) Personalsuche des Headhunters und welche Strategien kommen im Headhunting zum Einsatz?

Aufgaben eines Headhunters: Alles kann, nichts muss!

Die Arbeit als Headhunter beinhaltet zahlreiche und sehr vielfältige Aufgaben und Prozesse auf dem Weg hin zur Vermittlung des perfekten Kandidaten. Dabei vereinen Headhunter sämtliche Aufgaben in Personalunion. Wird ein Headhunter von einem Unternehmen beauftragt, setzt eine Maschinerie an verschiedenen Prozessen ein. 

Grundsätzlich lassen sich sieben Kernaufgaben eines Headhunters ausmachen, die mit verschiedenen Strategien verbunden sind:

#1. Beurteilung der Gegebenheiten

Bevor die Suche nach einem neuen Mitarbeiter startet, gehört es zur Aufgabe eines Headhunters, die Gegebenheiten genauestens zu taxieren, um möglichst effizient und schnell geeignete Kandidaten für ein Unternehmen zu finden. Sowohl das suchende Unternehmen, der Arbeitsmarkt als auch die Kandidatensituation müssen vor Beginn des Headhuntings ausführlich analysiert werden: Wo liegen die Tücken der Branche? Wie groß ist der Fachkräftemangel tatsächlich? Auf welche Mitarbeiter-Benefits oder attraktive Gehaltsmodelle könnten geeignete Bewerber Wert legen? Erst wenn diese grundlegende Erfolgsfaktoren geklärt und die situativen Gegebenheiten fixiert sind, setzt der Headhunter den Fokus von Branche und vakanter Stelle auf die möglichen Kandidaten selbst. Mit diesen Informationen kann der Headunter dann ganz gezielt die Stärken und Schwächen des suchenden Unternehmens mit den Anforderungen der Kandidaten abgleichen und das Interesse von Kandidaten wecken.

#2. Profiling des gesuchten Kandidaten

Eine essentielle Aufgabe eines Headhunters ist ein detailliertes Profiling des gesuchten Kandidaten gemeinsam mit dem auftraggebenden Unternehmen. Hierbei legen Auftraggeber und Headhunter gemeinsam ein Anforderungsprofil fest und definieren darin alle Eigenschaften, die der ideale Kandidat für die zu besetzende Stelle mitbringen muss. Das Profiling ist somit eine grundlegende Strategie im Headhunting, auf der alle weiteren Prozesse rund um die Mitarbeitersuche aufbauen. Dabei berücksichtigen Headhunter vor allem Erfahrungen, die im besten Falle im CV eines möglichen Mitarbeiters aufgelistet sein sollten, aber natürlich auch gewisse Fähigkeiten, Kenntnisse und Stärken, die als unumgängliche Qualifikationshürde gesetzt werden müssen. Unternehmen und Headhunter definieren aber auch persönliche Voraussetzungen, die ein potentieller neuer Mitarbeiter unbedingt benötigt, beispielsweise die Bereitschaft zu reisen, in eine neue Stadt zu ziehen oder auch gewisse Eigenschaften wie Führungspotential oder Teamfähigkeit. Nicht selten übernimmt der Headhunter in diesem Zuge die Optimierung der Stellenanzeige. Je kompetenter die Job-Analyse durchgeführt wird, desto passender sind in der Regel die Kandidatenvorschläge, die der Headhunter auswählt.

#3. ‚Direct Search‘ geeigneter Bewerber

Sind das Unternehmens- und Anforderungsprofil abgesteckt, geht es für Headhunter auf die Suche nach dem perfekten Kandidaten, der alle gewünschten und geforderten Eigenschaften in sich vereint. Die Headhunting-Strategie der ‚Direct Search‘ (‚Executive Search‘ bei Führungskräften) oder auch ‚Direktsuche‘, ‚Direktansprache‘ oder ‚Active Sourcing‘ funktioniert heutzutage im gehobenen Segment vor allem über soziale Business-Netzwerke wie Xing, LinkedIn o.ä. Im weniger qualifizierten Bereich greifen Zeitarbeitsfirmen und Personaldienstleister auch auf Social Media-Kanäle wie Facebook zurück.

Daneben ist ein gut ausgebildetes und gepflegtes Netzwerk aus Business-Kontakten aus vergangenen Recruiting-Projekten das A und O eines Headhunters. Headhunting-Agenturen können meist auch auf eigens angelegte Datenbanken und Bewerberpools zurückgreifen und so oft schneller zur Direktansprache passender Kandidaten kommen.

Zur Aufgabe eines Headhunters gehört es, aktiv Kontakt zu geeigneten Kandidaten aufzunehmen, die normalerweise zu einem Personenkreis gehören, der sich ohne eine direkte Ansprache nicht auf die vom Unternehmen ausgeschriebene Stelle bewerben würde. Interessante Kandidaten werden von Headhuntern entweder direkt über die eigene Datenbank oder externe Netzwerke kontaktiert oder über E-Mail angeschrieben. Die Direktansprache ermöglicht es, ganz bestimmte, oft hochqualifizierte Personen aus dem verdeckten Kandidatenmarkt für eine berufliche Veränderung zu gewinnen. 

Die telefonische Direktansprache war vor dem Zeitalter des Internets im Headhunting die erste Wahl. Dabei lassen sich Headhunter über die Zentrale oder andere Kontakte im Unternehmen zu dem jeweiligen Mitarbeiter durchstellen. Auch heute wird diese Form des Headhuntings weiterhin durchgeführt, meistens jedoch nur noch für sehr exklusive, gehobene Top-Management-Positionen.

#4. Potenzialanalyse und Beurteilung interessanter Kandidaten 

Zeigt ein potenziell passender Kandidat Interesse, vereinbart der Headhunter ein (telefonisches) Erstgespräch. Im Gespräch wird einerseits die zu besetzende Stelle genauer beschrieben. Auf der anderen Seite wird die Chance genutzt, den möglichen neuen Mitarbeiter besser kennenzulernen, um herauszufinden, ob es zu einem Fit zwischen Unternehmen und Kandidaten kommen kann. Dabei klopft der Headhunter nicht nur die erforderlichen Qualifikationen ab, sondern prüft außerdem die Übereinstimmung der Vorstellungen von Kandidaten und Unternehmen, beispielsweise im Hinblick auf die Unternehmenskultur.

Zu den Aufgaben eines Headhunters gehört im gleichen Zuge allerdings auch die Potenzialanalyse und die Beurteilung interessanter Kandidaten. Interessierte Personen sortiert und evaluiert der Headhunter anhand der, gemeinsam mit dem Unternehmen erstellten, Profilanforderungen und Rahmenparameter. So entsteht eine strategische Shortlist aus interessanten möglichen neuen Mitarbeitern, die der Headhunter dem Auftraggeber übermitteln kann. Das Potential jedes einzelnen Kandidaten wird darin eruiert, persönliche Stärken und Schwächen vermittelt und Empfehlungen des Headhunters hervorgehoben.

#5. Unterstützung im Auswahlprozess

Hat der Headhunter Kandidaten für die Shortlist selektiert, nimmt er wieder Kontakt zum auftraggebenden Unternehmen auf und präsentiert die Profile interessanter potenzieller Mitarbeiter. Zeigt das Unternehmen Interesse an einzelnen Kandidaten, werden Einzelgesprächstermine vereinbart. Dabei zählt eine umfassende Unterstützung des Auftraggebers im gesamten Auswahlprozess zur Aufgabe eines Headhunters: Beispielsweise koordiniert der Headhunter oftmals die jeweiligen Interviewtermine von Kandidaten und Unternehmen, übernimmt die Kommunikation und bleibt so als ‚Mittler‘ zwischen beiden Parteien erhalten.

Bei etwaigen Unsicherheiten auf Seite des Unternehmens kann der Headhunter auch in beratender Funktion eingreifen bzw. zur Seite stehen. Viele Unternehmen legen außerdem großen Wert auf den persönlichen Eindruck des Headhunters vom Kandidaten, da die zuvor geführten Gespräche meist schon viel über Potenzial und Persönlichkeit der Kandidaten verraten. Erfolgreiche Headhunter verfügen zudem oft über eine stark ausgeprägte Menschenkenntnis und können so dem Unternehmen bereits eine exklusive Empfehlung abgeben, um den Auswahlprozess zu beschleunigen oder abzukürzen.

Im Rahmen von Besetzungsprojekten exponierter Vakanzen bieten Headhunter Unterstützung im Bereich von Eignungsdiagnostik, Assessments und Begleitung der Auswahlgespräche. Viele Personalberatungen bieten dies als Consulting-Dienstleistung und Leadership Advisory an. 

#6. Überprüfung von Zeugnissen & Referenzen

Im Zuge des Auswahlprozesses gilt es selbstverständlich auch den Qualifikationen der Bewerber nachzuspüren. Deshalb besteht eine weitere Aufgabe des Headhunters daraus, sämtliche Zeugnisse und Referenzen der potenziellen Kandidaten zu überprüfen. Headhunter kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn es um die Besetzung von Stellen für hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte geht, die meist auch im Zusammenhang mit einem hohen wirtschaftlichen Aufwand für das Unternehmen stehen. Umso wichtiger ist es, alle Dokumente auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen, damit der Auftraggeber – wirtschaftlich und persönlich – auf der sicheren Seite ist. So gehört es beispielsweise zur Aufgabe eines Headhunters, bei angegebenen Referenzen nachzuhaken oder Abschlusszeugnisse genauer unter die Lupe zu nehmen. 

#7. Beratung & Moderation der Vertragsverhandlungen

Im Idealfall erfolgt im Anschluss an den Auswahlprozess die Einstellung eines der vom Headhunter vorgeschlagenen und ins Profil des Unternehmens passenden Kandidaten. In diesem Falle können auch die Beratung und Moderation der Vertragsverhandlungen ins Aufgabenspektrum eines Headhunters fallen. Wichtig ist hierbei, dass der Headhunter noch immer beide Parteien vertritt und somit als ‚Mittler‘ zwischen Unternehmen und neuem Mitarbeiter fungiert. Sollte es zu Unstimmigkeiten über einzelne Punkte des Arbeitsvertrags kommen, kann der Headhunter vermittelnd eingreifen und etwaige Probleme aus der Welt schaffen. Mit der Unterzeichnung des Arbeitsvertrages sind die wichtigsten Aufgaben eines Headhunters erfolgreich abgeschlossen.

Auch das Onboarding stellt eine kritische Phase dar, in der sich zeigt, ob tatsächlich der richtige Kandidat ausgewählt wurde. In diesem Prozess steht der Headhunter sowohl dem Unternehmen als auch dem neuen Mitarbeiter weiter beratend zur Seite oder kann sogar aktiv zur Onboarding-Beratung beauftragt werden. 

7 Headhunter-Aufgaben | TechMinds

Vorteile des Headhuntings: Warum Sie unbedingt in einen Headhunter investieren sollten

Wie genau ein Headhunter vorgeht, welche Aufgaben er hat und welche Strategien im Headhunting angewandt werden, ist nun bekannt. Dennoch scheuen sich viele Unternehmen noch immer davor, einen Headhunter zu beauftragen: Hohe Kosten, unsicherer Erfolg und das Gewähren tiefer Einblicke in die Unternehmensstrukturen sind nur einige der Vorurteile, die sich gegenüber dem Headhunting etabliert haben und hier revidiert bzw. berichtigt werden sollen. Welche Vorteile der Einsatz eines Headhunters bringt und welche konkreten Benefits für ein Unternehmen entstehen, wenn ein Headhunter in die Personalsuche eingreift, erfahren Sie im Folgenden.

#1. Zeit ist Geld – auch in der Personalsuche 

Geht es um die Besetzung einer Stelle für Schlüsselpositionen oder Führungspositionen, ist Zeit wortwörtlich Geld. Wenn Sie hauptsächlich auf passive Methoden der Personalrekrutierung setzen, beispielsweise eine Stellenanzeige, erhalten Sie oftmals nicht die hochqualifizierten Kandidaten, die Sie sich wünschen. Interne Recruiting-Abteilungen verfügen in der Regel nicht über die Ressourcen und Tools, um eine aktive Personalsuche in vollem Umfang zu gewährleisten. 

Warten ist langwierig und kostspielig, da Ihr Unternehmen Umsatzeinbußen verzeichnen wird, wenn Stellen unbesetzt bleiben. Auch wenn ein Headhunter natürlich finanziert werden muss, ist es für einen Betrieb meist günstiger, einen Headhunter zu engagieren, als monatelang auf einen passenden Bewerber zu warten. Mit einem Headhunter finden Sie aktiv, schneller und gezielter neue Fach- und Führungskräfte und steigern so die Kapazitäten Ihrer Firma. Denn ein Headhunter insbesondere im spezialisierten Bereich wie der IT – verfügt über tägliche Erfahrung in der aktiven Kandidatengewinnung sowie -auswahl und verfügt über ein breites Netzwerk. Dadurch gewinnen Sie jede Menge Zeit und können Ihre Vakanz in der Regel wesentlich schneller besetzen.

#2. Headhunter verhindern Fehlbesetzungsquote

Je höher die Anforderungen oder je spezieller eine zu besetzende Position ist, desto schwieriger wird es, den richtigen neuen Mitarbeiter dafür zu finden. Neben dem Kostenfaktor ‚Zeit‘ darf allerdings auch die Fehlbesetzungsquote von Fach- und Führungskräften nicht außer Acht gelassen werden. 

Oft ist eine Stellenausschreibung vielleicht doch nicht exakt auf die eigentlichen Anforderungen Ihrer vakanten Position zugeschnitten oder Sie können nur den zweitbesten Bewerber einstellen. Falls Sie nach einiger Zeit feststellen, dass es zwischen Unternehmen und Fach- und Führungskraft doch kein ‚Perfect Match‘ ist, hat Ihr Unternehmen im schlimmsten Fall große finanzielle Verluste zu verkraften. Gerade Führungskräfte verdienen hohe Summen, sodass Betriebe bei einer Fehlbesetzung möglicherweise viel Geld verlieren. 

Wenn Sie einen Headhunter engagieren, können Sie sich sicher sein, dass dieser einen Mitarbeiter exakt nach Ihren Vorstellungen sucht und diesen auch auf Herz und Nieren prüft. Zudem müssen Sie nur noch mit vielversprechenden Kandidaten ein Bewerbungsgespräch führen, da alle unpassenden Kandidaten schon vorab aussortiert werden. Headhunting spart Ihrem Betrieb also Zeit und Geld – und schont Ihre Nerven nachhaltig. 

#3. Je spezieller die Tätigkeit, desto sinnvoller ist ein Headhunter

Im IT- und Tech-Bereich werden meist hochqualifizierte Fachkräfte und Führungspersönlichkeiten gesucht, deren Tätigkeit hochspezialisierte Ausprägungen erfordert. Oft gehört die Suche nach hochspezialisierten Arbeitskräften nicht zum Tagesgeschäft einer Personalabteilung, denn diese ist sehr aufwendig und benötigt eine tiefe Branchenkenntnis und gute Kontakte. 

Es lohnt sich also, einen Headhunter zu engagieren, der sich auf diese Art der Personalsuche spezialisiert hat (z.B. auf Tech & IT) und zielgruppengerecht agiert. Strategie eines Headhunters ist es, laufend den Arbeitsmarkt zu beobachten und dessen Tücken zu kennen, dazu pflegen sie Datenbanken mit potenziellen Kandidaten und sind meist tief verwurzelt in einem gut funktionierenden Kontaktnetzwerk. Im Headhunting wird somit ein extrem hoher Aufwand betrieben, den eine normale Personalabteilung nicht leisten kann. 

#4. Anonymität als großer Vorteil des Headhuntings 

Ein weiterer großer Vorteil eines Headhunters ist die absolute Anonymität von zu besetzender Stelle und Unternehmen. Oft wollen Unternehmen zunächst ungenannt bleiben, da die personelle Vakanz nicht zu Konkurrenzunternehmen durchdringen und das positive Image erhalten werden soll. Und wenn ein – noch im Unternehmen tätiger Mitarbeiter – ersetzt werden soll, ist die parallele anonyme Suche nach einem passenden Nachfolger unabdingbar, um keine Unruhe in den eigenen Betrieb zu bringen. 

Diskretes Vorgehen im Rekrutierungsprozess, aber auch ein vertrauensvoller Umgang mit unternehmensinternen Informationen, die nicht an die Öffentlichkeit gelangen sollen, sind unmittelbare Benefits eines Headhunters. Anonymität und Diskretion haben oberste Priorität im Headhunting.

#5. Headhunter-Vorteil: Klares und ehrliches Feedback

Der Stellenmarkt in der IT- und Tech-Branche hat sich in den letzten Jahren durch den enormen Fachkräftemangel stark verändert. Längst werden nicht mehr alle freien Stellen primär über Stellenanzeigen besetzt. Laut verschiedener Studien werden durchschnittlich 50 bis 70 Prozent aller Vakanzen in Unternehmen nicht offen ausgeschrieben, sondern auf dem verdeckten Stellenmarkt vermittelt. Vor allem Spitzenpositionen sind von Seiten der Unternehmen teilweise mit Wunschanforderungen möglicher Kandidatenprofile behaftet, die schlichtweg nicht umsetzbar sind.

Vorteil eines Headhunters ist, dass dieser als externer Recruiter einfacher und ehrlicher Kritik am Wunschprofil äußern kann, als beispielsweise eine interne Personalabteilung. Somit können Wünsche und Anforderungen an mögliche Kandidaten gleich von Beginn an gemeinsam mit dem Headhunter besprochen und realistisch festgezurrt werden, um keine Zeit und unnötige Mühe zu verschwenden.

Argumente für einen Headhunter | TechMinds

Headhunter bringen folglich große Vorteile in der Suche nach Fach- und Führungskräften, z.B. im IT- und Tech-Bereich. Wenn Sie sich für einen Headhunter entscheiden, stehen Sie dennoch vor einer großen Herausforderung, denn: Wie können Sie als Unternehmer einen guten und qualifizierten Headhunter erkennen? 

Wie Sie einen qualifizierten Headhunter erkennen

Die Headhunting-Branche prägt ein Problem: Der Beruf des Headhunters ist nicht gesetzlich geschützt – jeder kann sich selbst als ‚Headhunter‘ bezeichnen. Für Unternehmen ist es also schwierig, den passenden Dienstleister mit den adäquaten Qualifikationen zu finden. Wir haben Ihnen bereits eine ausführliche Headhunter-Checkliste zusammengestellt, wie Sie den richtigen Headhunter finden und auswählen können. Wichtig ist, dass Sie wissen, wen bzw. was genau Sie suchen. So können Sie schon während des Suchprozesses das Feld der potenziell geeigneten Headhunter eingrenzen und diese ausgiebig prüfen. 

Externe Personalsuche: Was kostet ein Headhunter?

Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, einen Headhunter mit der Personalsuche für Ihr Unternehmen zu beauftragen, sind natürlich auch mögliche Kosten ein relevanter Faktor, der den Entscheidungsprozess für bzw. gegen einen Headhunter beeinflusst. Headhunter sind nicht günstig, aber die zahlreichen Vorteile, die Sie und Ihr Unternehmen durch Headhunting erhalten, machen die hohen Kosten wett: Sie sparen Zeit und Geld, da Sie keine Fehlbesetzungen verzeichnen werden, garantiert zeitnah hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte vermittelt bekommen und höchste Diskretion Konkurrenzunternehmen nicht hellhörig werden lässt. 

Generell kann die Höhe der Kosten für einen Headhunter nicht pauschalisiert werden, da es verschiedene Honorar-Modelle in der Branche gibt. Am häufigsten orientiert sich die Entlohnung eines Headhunters allerdings am Jahreszielgehalt der jeweils vermittelten Führungs- oder Fachkraft. Zu Beginn des Projekts wird in der Regel eine Abschlagszahlung fällig, damit der Headhunter anfallende Auslagen während der Direct Search decken kann. Bei erfolgreicher Vermittlung erhält der Headhunter dann eine Provision:

  • Diese beläuft sich auf etwa 25–35 Prozent des gesamten ersten Jahresgehalts des vermittelten Kandidaten. 
  • Die Besetzung von Nischenpositionen kann dabei deutlich höher vergütet werden, zum Teil werden für die Executive Search bis zu 50 Prozent des ersten Jahresgehalts.

Manche Recruiter setzen allerdings auch auf eine Pauschalvergütung, vor allem wenn es darum geht, eine Spitzenposition in Unternehmen zu besetzen. Auch Faktoren wie Branche, die zu besetzende Position sowie der Aufwand des Headhunters können die Höhe des Honorars beeinflussen. Muss der Headhunter beispielsweise quer durchs Land reisen, um persönliche Gespräche zu führen, sind die Ausgaben und somit auch der Aufwand der Personalakquise deutlich höher und somit natürlich auch das Headhunting-Honorar. 

Achtung! Grundsätzlich sollten Sie immer zu Beginn der Zusammenarbeit mit einem Headhunter auch die anfallenden Kosten besprechen, damit Sie nach erfolgreicher Vermittlung keine bösen Überraschungen erleben. 

Fazit: Headhunter Definition, Aufgaben und Vorteile

Vor allem in der IT- und Tech-Branche gestaltet sich die Suche nach hochqualifizierten Fach- und Führungskräften oft langwierig und schwierig, da kompetente Arbeitskräfte seit Jahren Mangelware sind. Qualifizierte und seriöse Headhunter helfen Ihnen dabei, schnell, unkompliziert und diskret vakante Stellen zu besetzen

Headhunter sind meist tief in einer spezifischen Branche verwurzelt und können über ihr ausgeprägtes Netzwerk an Professionals gelangen, die für Sie als Unternehmen auf regulären Bewerbungswegen unerreichbar wären, da sie bereits in einer guten Position angestellt sind oder sich möglicherweise gar nicht von Ihrem Stellenangebot angesprochen fühlen. Das vielfältige Aufgaben- und Strategiespektrum eines Headhunters reicht von Profiling über die Direct oder Executive Search bis hin zur Unterstützung bei möglichen Vertragsverhandlungen und bietet so eine umfassende und ganzheitliche Unterstützung im Personalfindungsprozess. 

Trotz nicht zu vernachlässigender Kosten, die sich meist auf 25–35 Prozent des ersten Jahresgehalts des vermittelten Kandidaten belaufen, bietet die Beauftragung eines Headhunters viele Vorteile: Vakante Stellen werden deutlich schneller besetzt, als über klassische Stellenausschreibungen – somit spart sich Ihr Unternehmen einen enormen Umsatzverlust und viel Zeit.

Je spezieller die Anforderungen an eine bestimmte Stelle sind, desto mehr lohnt sich der Einsatz eines Headhunters. Dieser verhindert nicht nur das Risiko einer Fehlbesetzung deutlich, sondern minimiert auch die Belastung Ihrer Personalabteilung, die mit der Suche nach hochqualifizierten Fachkräften oft überfordert ist. Auch ein ehrliches Feedback, das sich nur ein externer Headhunter erlauben kann, sowie dessen garantiert diskretes und anonymes Vorgehen zählen zu den großen Vorteilen eines Headhunters. 

Was Sie unbedingt beachten sollten: Prüfen Sie Qualifikation, Erfahrung und Seriosität eines Headhunters, bevor Sie diesen mit der Personalsuche für Ihr Unternehmen beauftragen. Außerdem sollten Sie immer auch vorab schon eine schriftliche Vereinbarung zu Leistungen und Konditionen abschließen, um am Ende des Projekts nicht mit bösen Überraschungen konfrontiert zu werden.

Florenz Klasen | TechMinds Personalberatung Team

AUTOR DES BEITRAGS

Florenz Klasen

Der gebürtige Hamburger, Florenz Klasen, studierte Wirtschaftsingenieurwesen in Hamburg und Birmingham. Zunächst arbeitete Herr Klasen im Projektmanagement des internationalen Tech-Konzerns NXP und als IT-Unternehmer in einem App-Startup, wo er Teams zum Erfolg führte. 

Die TechMinds Personalvermittlung ist aus dieser Leidenschaft entstanden: Großartige Teams für zukunftsweisende Tech & IT Projekte zusammenzuführen. Herr Klasen wird Ihr zentraler Ansprechpartner & Headhunter rund um Ihre Personalsuche sein.

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