IT-Recruiting: Tipps und Tricks für die Suche nach Ihrem Perfect Match.

IT-Recruiting bedarf mehr als passiver Kandidatenwerbung

Passende Fach- und Führungskräfte für den IT-Bereich zu finden, stellt eine besondere Herausforderung dar. IT-Recruiting bedarf mehr als passiver Kandidatenwerbung. Das Recruiting der Stunde umfasst Themen wie passende Strategie und Employer Brand ebenso wie ein attraktives Stellenprofil, Active Sourcing und eine gute Candidate Experience. Wir zeigen Ihnen, wie Recruiting in dieser hochnachgefragten Branche funktioniert und was die Arbeit eines professionellen IT-Recruiters ausmacht.


Seiteninhalt:

1 IT-Recruiting: Definition
2 Wichtige Fragestellungen im IT-Recruiting
3 IT-Recruiting in 6 Schritten
4 Herausforderungen im IT-Recruiting
5 Do’s and Don’ts im IT-Recruiting
6 Experten an das Unternehmen binden

IT-Recruiting: Definition

IT-Recruiting ist eine besondere Form des Recruitings. Es verlangt – mehr als in anderen Branchen – eine konkrete Strategie und ein hohes Maß an gezielten Recruiting-Maßnahmen. Dies lässt sich auf die besonders hohe Nachfrage an IT-Fachkräften und das äußerst niedrige Angebot an verfügbaren Kandidaten zurückführen.

Kein Unternehmen kann heute mehr ohne Führungskräfte oder Spezialisten mit IT-Know-how bestehen. Das hat zur Folge, dass kaum ein Unternehmen mehr ohne einen professionellen IT-Recruiter oder zumindest dessen Hilfe auskommt: Er weiß genau um die Anforderungen dieser begehrten Arbeitskräfte und setzt auf die passenden Recruiting-Kanäle und die richtige Ansprache.

Zum Warmwerden ein paar Zahlen und Fakten zum Thema IT-Recruiting.

Ergebnisse einer Studie, in der Unternehmen zum IT Recruiting befragt wurden.

Wichtige Fragestellungen im IT-Recruiting

Bevor wir Ihnen zeigen, wie Sie Ihren Wunschkandidaten richtig anwerben, klären wir im Folgenden einige Fragestellungen, die für das IT-Recruiting von großer Wichtigkeit sind.

Die Zielgruppe: Wie ticken IT-Fachkräfte? Was wollen sie?

IT-Professionals befinden sich in einer gewissen Vormachtstellung, was Job-Angebote betrifft:

  • Sie sind im Verhältnis zur großen Nachfrage am Markt in äußerst geringer Zahl vorhanden und können sich daher die absoluten Top-Arbeitgeber unter all den Angeboten aussuchen.
  • Wenn sie mit einem Angebot oder auch dem aktuellen Arbeitgeber nicht zufrieden sind, haben sie in fünf Minuten schon das nächste Angebot im Posteingang.

Was Kandidaten dafür tun müssen? Praktisch nichts. Aufgrund der hohen Nachfrage, die um IT-Experten herrscht, erhalten sie täglich eine Vielzahl an Jobangeboten und können so lange ablehnen, bis eine Position ihr Interesse weckt. Sie können es sich erlauben. Wesentliches Unterscheidungsmerkmal eines unwiderstehlichen Angebots für latent wechselmotivierte Fachkräfte ist Individualität:

Pauschale Stellenangebote mit den immergleichen Floskeln und Sprüchen kommen bei diesen Professionals nicht an. So innovativ und am Zahn der Zeit diese Menschen arbeiten, so originell und zeitgemäß sollten auch die Ansprachen sein. Diese sollten etwas enthalten, das andere Unternehmen ihnen nicht anbieten. Ihr Unternehmens-USP muss sichtbar werden und dem Angeworbenen im Gedächtnis bleiben.

Aber was wollen IT-Professionals? Die untenstehende Grafik beruht auf einer Umfrage und gibt Aufschluss darüber, wie viel Prozent der Befragten welche Anforderungen an ihren Arbeitsplatz haben.

Auf diese Bedürfnisse müssen IT-Recruiter achten

Die Grafiken dürfen gerne verwendet und geteilt werden. Bitte nennen Sie als Quelle diesen Beitrag oder techminds.de.

Wo findet man IT-Fachkräfte?

Active Sourcing ist das Stichwort der Stunde. Mit gezieltem Ausfindigmachen und Ansprechen der gesuchten Fachkräfte werden die Chancen auf ein Perfect Match um ein Vielfaches erhöht. Dabei wird aktiv auf die heißbegehrten Professionals zugegangen – und das sowohl mit der passenden Stellenanzeige als auch über verschiedene Kanäle. Vertrauen Sie nicht nur auf eine Plattform: Nutzen Sie unterschiedliche Plattformen, um Ihre Reichweite zu erhöhen.

Im 21. Jahrhundert sollte IT-Recruiting längst nicht mehr über die klassischen Kanäle betrieben werden. Passive Stellenanzeigen funktionieren bei Fachkräften dieser Branche, die nicht aktiv nach einer Anstellung suchen, nicht. Auf sie muss gezielt zugegangen werden. Moderne IT-Recruiting-Plattformen sind unter anderem Social Media und Karriereportale. Spezielle Nischenkanäle, die für aktives IT-Recruitment entwickelt wurden, bieten sich selbstverständlich besonders an.

Active Sourcing funktioniert also erst richtig, wenn aus ihm zusätzlich Multi-Channel-Sourcing wird, wie in der IT-Personalvermittlung üblich.

Welche Kanäle für das Active Sourcing im Jahr 2019 in Deutschland vorwiegend benutzt wurden, sehen Sie in der untenstehenden Statistik.

Instrumente für den Recruiting Prozess von Führungskräften in der IT

Welche Stellen sind am meisten vakant bzw. werden am häufigsten besetzt?

Im IT-Bereich ist der Anteil der nicht-besetzten Stellen besonders hoch. Dies lässt sich vielfach darauf zurückführen, dass die falschen Initiativen ergriffen werden, um passende Professionals zu gewinnen. So waren in Deutschland im Jahr 2019 rund 124.000 IT-Positionen unbesetzt und 83 % der Unternehmen waren der Meinung, es gebe zu wenig IT-Experten*. In den Jahren davor sah es nicht viel besser aus.

Diese Zahlen sind galaktisch, wenn man bedenkt, wie wichtig die Besetzung solcher Stellen für sämtliche Unternehmen ist. Dabei durchzieht der Fachkräftemangel sämtliche Bereiche der IT – vom Systemadministrator bis zur Top-Führungskraft. Die meisten Einstellungen wurden in Deutschland im Jahr 2016 aber in folgenden Berufsgruppen durchgeführt.

Zu vergebende IT Stellen in Deutschland

IT-Recruiting: in 6 Schritten zum Erfolg

Im Folgenden wollen wir Ihnen einen Überblick darüber geben, welche Schritte für gutes IT-Recruiting gegangen werden müssen. In 6 Schritten zum IT-Recruitment-Erfolg? Das geht!

1. Strategie entwickeln

Ohne Strategie funktioniert im Recruiting gar nichts. Das gilt insbesondere für hochspezialisierte Bereiche, in denen besondere Ansprüche sowohl vonseiten des Arbeitgebers als auch des Arbeitnehmers bestehen. Eine konkrete Recruiting-Strategie hilft dabei, Unnötiges zu vermeiden und gezielt die richtigen Schritte zu setzen.

Ein bedeutender Teil der Strategie ist beispielsweise festzulegen, über welche analogen und digitalen Kanäle auf Kandidaten zugegangen wird. Schließlich ist in einem hochspezialisierten Bereich wie der IT der Kandidatenmarkt sehr inhomogen.

2. Anforderungsprofil erstellen

Es bedarf für die gezielte Gewinnung geeigneter Personen eines klaren Anforderungsprofils vonseiten des suchenden Unternehmens. Nur so können potenziell passende Kandidaten gesucht und unpassende ausgeschlossen werden.

  • In das interne Anforderungsprofil fallen Hard und Soft Skills, die für den beruflichen Alltag im werbenden Unternehmen von Bedeutung sind.
  • Immer wichtiger wird auch der Cultural Fit: Dieser beschreibt, ob ein potenzielles Perfect Match tatsächlich in das Unternehmen passt, was Werte, Ideale und Vorstellungen betrifft. Dies ist nicht zuletzt im Hinblick darauf wichtig, dass die zukünftige Top-Besetzung nicht nur für das Unternehmen arbeitet, sondern seinen Erfolg aktiv mitausbauen soll – insbesondere als Führungskraft.

3. Ansprache planen & Stellenanzeige entwickeln

Nur wer seine Zielgruppe (sprich IT-Fachkräfte) genau kennt, kann die richtigen Töne finden, um besagte Zielgruppe von sich zu überzeugen. Pauschale Stellenangebote, die nicht individuell auf die jeweiligen Anforderungen und Kenntnisse der entsprechenden Personen eingehen, sind schon lange nicht mehr up to date. Aufgaben, Anforderungen und Vorteile lassen sich in einer guten IT-Stellenbeschreibung differenziert darstellen.

Eine Führungs- oder Fachkraft im IT-Umfeld ist kein Allroundtalent, das „Digitalisierung kann“. Es gibt mittlerweile so viele unterschiedliche Fachbereiche in der IT, die alle für sich eine eigene Wissenschaft darstellen und umfassendes Fachwissen sowie tiefgehende Skills verlangen.

  • Dementsprechend vielfältig sind auch die Profile der entsprechenden Fachkräfte. Ein Softwareentwickler will nicht dieselben Dinge wie ein Data Analyst oder ein Head of Engineering.

Nur wer weiß, welche Anforderungen, Erwartungen und Sorgen die gewünschten Personen haben, kann genau den Nerv der Zielgruppe treffen und eine passgenaue, zielgruppengerechte Ansprache bzw. Stellenanzeige erstellen, die nicht wie ein unorigineller Retortentext klingt.

4. Active Sourcing starten

Für den Großteil der IT-Vakanzen sind die Zeiten vorbei, in denen mittels passiven Recruitings (nach dem Prinzip Stellenanzeige online stellen, abwarten und Tee trinken) der Perfect Match gefunden wurde. Active Sourcing ist das Gebot der Stunde. Dabei gehen Recruiter gezielt ins IT-Headhunting nach den besten potenziellen Job-Kandidaten.

Zu diesem Zweck werden Karriereportale und Social Media genutzt, um interessante, geeignete Kandidaten direkt anzusprechen und sie auf das Unternehmen aufmerksam zu machen. Mit der passenden Ansprache wird dabei gezielt auf ihre Wünsche und Anforderungen eingegangen, um Professionals im besten Fall vom werbenden Unternehmen zu überzeugen.

Active Sourcing bedeutet aber nicht nur, initial mit potenziellen Job-Kandidaten in Kontakt zu treten und danach abzuwarten. Es bedeutet vor allem, immer dranzubleiben. Je mehr Sie bzw. Ihr IT-Recruiter interagieren (aber bitte dezent), desto eher bleibt Ihr Unternehmen im Gedächtnis des potenziellen Mitarbeiters.

5. Geeignete Kandidaten identifizieren

Ziel des Active Sourcings ist es, geeignete Kandidaten für die vakante Stelle zu finden. Wenn Sie mit Strategie und Konzept vorgegangen sind, sollten Sie im besten Fall schon bald einige potenzielle Idealbesetzungen gefunden haben. Diese gilt es dann zu halten und nicht an die Konkurrenz zu verlieren.

6. Konkret werden

Wird es mit einem Kandidaten – oder mehreren – konkret, so ist die Zeit gekommen, diese besser kennenzulernen. In persönlichen Gesprächen mit interessanten Kandidaten kann eine weitere beiderseitige Selektion erfolgen und so am Ende Ihr Perfect Match gefunden werden. Mit diesem gilt es dann in die Vertragsverhandlungen einzusteigen und über wichtige Details, Zukunftsvisionen und dergleichen zu sprechen.

Hier die 6 Schritte zum IT-Recruiting-Erfolg noch einmal auf einen Blick…

6 Tipps für ein erfolgreiches IT Recruitment

Die Grafiken dürfen gerne verwendet und geteilt werden. Bitte nennen Sie als Quelle diesen Beitrag oder techminds.de.

Herausforderungen und Schwierigkeiten im IT-Recruiting

Recruiting in der IT stellt eine besonders große Herausforderung für Unternehmen bzw. Headhunter dar. Dies liegt hauptsächlich daran, dass das Angebot an fähigen Fach- und Führungskräften in der IT – im Verhältnis zur großen Nachfrage – sehr gering ist. Selbsterklärend, dass um diese wenigen hochqualifizierten Arbeitskräfte ein wahrer War for Talents ausgefochten wird.

Die Herausforderung besteht darin, sich als Unternehmen von anderen abzuheben und sich bei den heißbegehrten Professionals als einzigartiger Arbeitgeber zu positionieren. Dafür braucht es – wie bereits gesehen – eine zielgerichtete Strategie, die folgende Aspekte beinhaltet:

  • Konkretes Anforderungsprofil
  • Idee einer sinnvollen, passgenauen Ansprache
  • Kanäle, die für das Recruiting verwendet werden sollen

Sie sehen also, es hängt hauptsächlich von Ihnen als werbendes Unternehmen ab, wie groß die Herausforderung tatsächlich wird. Mit einer guten Strategie, die an die jeweilige Zielgruppe angepasst ist, haben Sie bereits die halbe Miete. Dennoch sind Ihr Auftreten und Ihre Idee nicht allein ausschlaggebend für den Erfolg des Recruiting-Prozesses.

Welche weiteren Probleme bzw. Szenarien sich auftun können, wenn Sie eine IT-Fachkraft anwerben wollen, sehen Sie im Folgenden.

Der Kandidat braucht keinen neuen Job

Eine entscheidende Herausforderung liegt in der Motivation des Kandidaten: Ein begehrter Professional in der IT, der bereits bei einem attraktiven Unternehmen in einer spannenden Position angestellt ist, muss selbstverständlich noch besser vom suchenden Unternehmen überzeugt werden. Oft sind IT-Fachkräfte bereits in einer guten Anstellung und brauchen keinen anderen Job.

Der ausschlaggebende Punkt, der diese Professionals davon überzeugen würde, ihr aktuelles Arbeitsverhältnis aufzulösen, ist das Besondere an Ihrem Unternehmen aus Kandidatensicht. Wenn Sie Mitarbeitern etwas bieten können, das sie bei anderen Arbeitgebern nicht bekommen, werden Sie interessant.

Der Kandidat antwortet nicht bzw. verliert das Interesse

Bei angestellten IT-Professionals besteht die Gefahr, dass Sie keine Antwort auf Ihre Anfrage erhalten. Dies passiert höchstwahrscheinlich deshalb, weil Ihr Angebot nicht verlockend genug oder der Kandidat einfach nicht wechselinteressiert ist. Hier kann nur wieder das oberste Gebot des Recruitings in Fachbereichen wie der IT wiederholt werden: Schaffen Sie eine persönliche, passgenaue Ansprache.

Nichts ist für einen hochqualifizierten IT-Professional uninteressanter und weniger ansprechend als ein pauschales Angebot, in dem lediglich kryptische Aussagen stecken, die keinerlei Rückschlüsse auf konkrete Aufgaben und Vorteile für den Kandidaten ziehen lassen. Würden Sie selbst auf solch eine Anfrage antworten, wenn Sie hochnachgefragt sind und zwischen zahlreichen Angeboten wählen können? Wohl kaum.

Machen Sie sich einzigartig und bieten Sie Ihrem „Objekt der Begierde“ ein Job-Angebot, das es so noch nicht gesehen hat. Wichtig ist auch, dass Sie in stetigem, aber dezentem Kontakt mit dem Kandidaten bleiben. So verweilen Sie im Idealfall in seinem Gedächtnis und versinken nicht im Morast der austauschbaren Angebote.

Sollte der Kandidat das Interesse verlieren, versuchen Sie sich dezent und dennoch zielgerichtet erneut ins Gedächtnis zu rufen und ihn so vielleicht doch noch auf Ihr Angebot neugierig zu machen.

Der Kandidat lehnt das Angebot ab

Sie haben eine unschlagbare Strategie, Ihre Ansprache ist wie gemacht für den idealen Kandidaten und Sie haben alle Tipps befolgt. Dennoch lehnt der Kandidat das Angebot dankend ab. Wenn das passiert, verfallen Sie nicht in Panik, sondern gehen alles nochmal in Ruhe durch:

  • Sind alle Benefits und Vorteile für den Kandidaten auch bei ihm angekommen?
  • Entspricht Ihr Gehaltsvorschlag den Wünschen des Kandidaten?
  • Haben Sie Ihrem hochqualifizierten Idealkandidaten alles geboten, was ihn dazu bewegen könnte, zu Ihnen zu wechseln?

Stellen Sie nochmals ein verbessertes Angebot und versuchen Sie, den Kandidaten doch noch von den Vorteilen zu überzeugen. Rechnen Sie damit, dass Sie von Ihren Vorstellungen möglicherweise ein wenig abweichen und einen Schritt weiter auf die Vorstellungen des Kandidaten zugehen müssen, um ihn final doch für sich zu gewinnen.

Die Statistik unten soll Ihnen aufzeigen, aus welchen Gründen IT-Fachkräfte „Nein“ zu einem Jobangebot sagen – auf dass Sie diese geschickt umgehen können.

Warum IT-Fachkräfte auch mal Nein sagen

Do’s and Don’ts im IT-Recruiting

Insbesondere in einem hochspezialisierten Bereich wie der IT gibt es in Sachen Recruiting Do’s and Don’ts. Sie haben dahingehend in diesem Beitrag bereits einiges erfahren. Im Folgenden stellen wir Ihnen Feinheiten vor, die Sie im IT-Recruiting tun bzw. lassen sollten.

1. Die Do’s

Persönliche Anfragen verschicken

Wenn Sie es auf einen oder mehrere Kandidaten ganz besonders abgesehen haben und diese(n) für sich gewinnen wollen, sollten Sie eine passgenaue und persönliche Nachricht bzw. Anfrage an diese(n) schicken.

Employer Branding betreiben

So wichtig die direkte – und vor allem zielgerichtete – Ansprache des Anzuwerbenden ist, so wichtig ist auch das Gesicht des werbenden Unternehmens. Das individuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens kann ein klarer Vorteil sein, wenn es um den Kampf um die heißbegehrten Fachkräfte geht.

Schließlich vertraut man eher jemandem mit Gesicht als jemandem ohne Gesicht. Mit persönlichem Auftreten z. B. auf Ihrer Karriereseite, bei Google oder Kununu können Sie es schaffen, sich als Unternehmen ganz oben auf der Job-Wunschliste des Angeworbenen zu positionieren. Wichtig bei der Employer Brand, die Sie nach außen vertreten, ist, dass diese auch wirklich der Realität entspricht: Eine Illusion zu wahren und den potenziellen Job-Kandidaten Dinge zu versprechen, die in Wahrheit nicht so sind, wird früher oder später schiefgehen.

Employer Branding geht Hand in Hand mit Ihrer Positionierung als attraktiver Arbeitgeber. Wenn Sie sich an die Anforderungen des Marktes und der Kandidaten anpassen, kommen Sie Ihrem Status als attraktiver Arbeitgeber schon ein großes Stück näher.

Vorteile aufzeigen

Zwar ist es im Recruiting-Prozess wichtig, als Unternehmen keine Unwahrheiten zu verbreiten und dem Angeworbenen falsche Versprechungen zu machen. Dennoch sollte das eigene Licht nicht unter den Scheffel gestellt werden. Zu einem guten Employer Branding gehört auch, die Vorteile des suchenden Unternehmens aufzuzeigen. Schließlich soll der Kandidat neugierig auf das gemacht werden, was ihn in Zukunft erwarten könnte.

Vorteile wie Weiterbildungsmöglichkeiten, attraktive Gehaltsvorschläge oder Entwicklungspotenziale können den Kandidaten final doch vom eigenen Unternehmen überzeugen. Mit weniger wird sich ein hochnachgefragter IT-Spezialist nicht zufriedengeben.

Positive Candidate Experience schaffen

Sorgen Sie während des gesamten Kontakts mit Ihren potenziellen Traumkandidaten dafür, dass es für sie eine durchwegs positive Erfahrung wird, mit Ihnen zu kommunizieren. Schaffen Sie eine positive Candidate Experience. Wesentlich sind dabei eine schnelle, professionelle und verbindliche Kommunikation.

2. Die Don’ts

Floskeln verwenden

Abgedroschene Phrasen wie „Bei uns erwartet Sie eine neue Herausforderung“ sind nicht mehr zeitgemäß und sagen nichts über Sie als Unternehmen und Ihren USP aus. Kryptische Sprache und nichtssagende Floskeln sind in Anfragen für IT-Professionals fehl am Platz.

Passiv bleiben

Wenn Sie einmal eine Anfrage an einen potenziellen Job-Kandidaten verschickt haben, gilt es, dranzubleiben. Nach der ersten Kontaktaufnahme bietet sich ein Reminder nach zwei bis vier Wochen an. Hier liegt es an Ihnen, den Kandidaten charmant für sich zu gewinnen. Ihre Kontaktaufnahme wird insbesondere bei wechselmotivierten Kandidaten nicht erfolgreich sein, wenn Sie nicht hartnäckig bleiben.

Keine Kompromisse eingehen

Wenn Sie einen heißumkämpften IT-Professional für sich gewinnen wollen, müssen Sie mehr bieten als andere Unternehmen. Sie müssen ein interessantes Angebot unterbreiten, das sich von denen der Mitbewerber abhebt. Dabei kann es durchaus passieren, dass Sie von Ihren anfänglichen Ideen ein wenig abweichen müssen, um dem Angeworbenen entgegenzukommen.

Schließlich hat dieser die Wahl unter den suchenden Unternehmen und kann sich stets das für ihn optimale Angebot herauspicken. Sorgen Sie am besten dafür, dass Sie der Favorit für den Top-Kandidaten sind. Dies schaffen Sie am besten mit passgenauen, maßgeschneiderten Angeboten und Verhandlungsflexibilität.

Hier die Do’s and Don’ts noch einmal auf einen Blick…

Worauf es beim IT Recruitment wirklich ankommt und was man besser unterlassen sollte

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IT-Experten ans Unternehmen binden: Was Sie tun, wenn Sie sie einmal haben

Wenn Sie einen Professional einmal für sich gewonnen haben, gilt es, diesen auch zu halten. Schließlich kann Ihnen aufgrund fehlenden Engagements dasselbe passieren wie jenem Unternehmen, dem Sie die jeweilige IT-Fachkraft streitig gemacht haben: Ein anderes Unternehmen wirbt Ihren Professional ab und Sie stehen wieder mit einer offenen Stelle da, die dringend besetzt werden sollte.

Damit das nicht passiert, müssen Sie auch nach der Einstellung der Fach- oder Führungskraft stets an einer hohen Mitarbeiterzufriedenheit dranbleiben und Ihre Mitarbeiter immer wieder aufs Neue begeistern – sei es mit attraktiven Weiterbildungen, spannenden Herausforderungen, Aufstiegschancen, stetig steigendem Gehalt oder flexiblen Arbeitszeitmodellen. IT-Professionals wissen meist, was sie wollen, und bekommen es auch – wenn Sie nicht aufpassen, vielleicht bald von einem anderen Unternehmen.

Daher: Seien Sie engagiert – nicht nur im IT-Recruiting-Prozess, sondern auch, nachdem Sie eine IT-Fachkraft für sich gewonnen haben.

Bildquelle:
© Andrey Popov – stock.adobe.com

SUCHANFRAGE

oder zu IT Personalberatung >

Florenz Klasen | TechMinds Personalberatung Team

AUTOR DES BEITRAGS

Florenz Klasen

Der gebürtige Hamburger, Florenz Klasen, studierte Wirtschaftsingenieurwesen in Hamburg und Birmingham. Herr Klasen hat Unternehmen in der Digital- und IT-Branche – ein App-Startup sowie die Abteilung eines Mittelstandunternehmens für IT-Personalberatung – aufgebaut und zum Erfolg geführt. TechMinds ist aus dieser Leidenschaft entstanden: Großartige Teams für zukunftsweisende Tech & IT Projekte zusammenzuführen.

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Wir selbst haben Unternehmen in der Digital- und IT-Branche aufgebaut und zum Erfolg geführt. Die TechMinds GmbH ist aus dieser Leidenschaft entstanden: Großartige Teams für zukunftsweisende Tech & IT Projekte zusammenzuführen.

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