Das Wichtigste in Kürze

  • Profil: Der Cloud Engineer entwickelt, implementiert und verwaltet Cloud-Strategien.
  • Gehalt: Im Durchschnitt 70.000 bis 100.000 Euro pro Jahr.
  • Feinheit: Wer die Plattform selbst aufgebaut hat, liegt oben in der Spanne.

Ein Cloud Engineer ist oftmals ein spezialisierter IT-Systemadministrator, der dafür verantwortlich ist, Cloud-Computing-Strategien zu entwickeln, zu implementieren und zu verwalten. Er übernimmt eine entscheidende Funktion zwischen Business und Technologie in einer immer stärker digitalisierten Welt. Erfahren Sie in diesem Beitrag alles rund um den Job des Cloud Engineers. Im Projektalltag arbeitet die Rolle eng mit Profilen wie Platform Engineer zusammen.

Cloud Engineer: Key Facts

Im folgenden Abschnitt erhalten Sie einen ersten Einblick in den Beruf des Cloud Engineers.

Was macht ein Cloud Engineer?

Cloud Engineers sind für die Entwicklung, Verwaltung und Optimierung von Cloud-basierten Systemen und Lösungen verantwortlich. Meistens ist der Cloud Engineer an der Planung und Umsetzung von Cloud-Strategien und -Migrationen beteiligt, um die Geschäftsanforderungen effektiv zu erfüllen und gleichzeitig die Betriebskosten zu optimieren.

Der Cloud Engineer arbeitet eng mit anderen IT-Experten zusammen, um sicherzustellen, dass die Cloud-Lösungen den allgemeinen Unternehmenszielen entsprechen.

Cloud Engineer vs. DevOps Engineer vs. Cloud Architect vs. Cloud Developer: Diese Rollen überlappen sich in einigen Bereichen und es ist wichtig zu beachten, dass die spezifischen Aufgaben und Verantwortlichkeiten je nach Unternehmen variieren können. Die Hauptaufgaben im Einzelnen:

  • Cloud Engineer: Ein Cloud-Ingenieur ist verantwortlich für die Entwicklung, Verwaltung und Wartung der Cloud-Infrastruktur eines Unternehmens.
  • DevOps Engineer: Ein DevOps Engineer ist eine Rolle, die die Lücke zwischen Entwicklung (Dev) und Betrieb (Ops) überbrückt.
  • Cloud Developer: Ein Cloud Developer ist ein Softwareentwickler, der sich auf die Entwicklung von Anwendungen spezialisiert hat, die in der Cloud ausgeführt werden.
  • Cloud Architect: Ein Cloud Architect ist verantwortlich für die Konzeption und Planung der Cloud-Infrastruktur eines Unternehmens.

Was muss ein Cloud Engineer können?

Der Cloud Engineer sollte über fundierte technische Fähigkeiten in mehreren Bereichen verfügen: z.B. Expertise in der Arbeit mit Cloud-Service-Plattformen, Kenntnisse in der Netzwerktechnik, in der Skripterstellung sowie in DevOps-Praktiken. Zudem sollte ein Cloud Engineer über gute Problemlösungs- und Kommunikationsfähigkeiten verfügen.

Wie viel verdient ein Cloud Engineer?

Das Gehalt eines Cloud Engineers in Deutschland variiert je nach Erfahrung, Standort und Größe des Unternehmens. Im Durchschnitt liegt das Bruttogehalt für diese Position zwischen 70.000 und 100.000 Euro pro Jahr.

Cloud Engineer im Kurzüberblick: baut und betreibt Cloud-Infrastruktur, Gehalt 70.000 bis 100.000 Euro im Jahr.

Was macht ein Cloud Engineer? Aufgaben & Verantwortlichkeiten

Ein Cloud Engineer ist für eine Vielzahl von Aufgaben im Zusammenhang mit Cloud-basierten Systemen und Lösungen verantwortlich. Im Alltag heißt das:

  • Planung und Design von Cloud-Infrastrukturen: Ein Cloud Engineer erstellt und konfiguriert Cloud-Infrastrukturen entsprechend den spezifischen Anforderungen eines Unternehmens.

  • Automatisierung und Optimierung: Er verwendet Tools und Praktiken (v.a. CI/CD, Platform as a Service, Kubernetes, Docker), um Prozesse zu automatisieren und die Effizienz der Cloud-Infrastruktur zu verbessern. Zunehmend kommen dabei auch KI-gestützte Betriebswerkzeuge (AIOps) zum Einsatz, die Auffälligkeiten früh erkennen und Routineeingriffe automatisieren.

  • Migration und Skalierung: Ein Cloud Engineer plant und implementiert die Migration von Anwendungen und Daten in die Cloud und skaliert Ressourcen je nach Bedarf. Dazu nutzt er Methoden wie Infrastructure-as-a-Service (IaaS).

  • Monitoring und Support: Die Position ist dafür verantwortlich, Probleme zu identifizieren und zu beheben, die in der Cloud-Infrastruktur oder den Cloud-Anwendungen auftreten können. Er überwacht die Leistung und Verfügbarkeit der Cloud-Infrastruktur und führt regelmäßige Wartungsarbeiten durch.

  • Cloud Security: Der Cloud Engineer stellt mittels verschiedener Cloud-Security-Lösungen sicher, dass die Cloud-Infrastruktur und Anwendungen sicher sind und den geltenden Compliance-Richtlinien entsprechen. Dabei arbeitet er je nach Unternehmen u.a. mit (Cloud) Security Engineers zusammen.

  • Zusammenarbeit und Kommunikation: Im Alltag arbeitet er mit anderen IT-Teams (z.B. Softwareentwickler) und Stakeholdern zusammen, um die Cloud-Strategie des Unternehmens zu unterstützen und zu kommunizieren.

Cloud Engineer: Aufgaben im Überblick

Was muss ein Cloud Engineer können? Ausbildung & Qualifikationen

Ein Cloud Engineer muss verschiedene Fähigkeiten und Kenntnisse in mehreren Bereichen aufweisen, um erfolgreich zu sein. Gefragt sind vor allem:

  • Bildung: In der Regel hat ein Cloud Engineer eine Berufsausbildung im Bereich Fachinformatik abgeschlossen und sich als IT-Systemadministrator auf Cloud-Infrastrukturen spezialisiert. Aber auch ein Informatik- oder anderes MINT-Studium kommt als Ausbildung infrage.

  • IT-Infrastruktur-Kenntnisse: Kenntnisse über IT-Infrastruktur wie Netzwerkarchitektur und -protokolle, Scripting, Datenbanken (z.B. SQL/NoSQL) und Betriebssysteme sind wichtig, da viele Cloud-Engineering-Projekte eine enge Integration mit bestehenden Netzwerkinfrastrukturen erfordern.

  • Cloud-Plattformen und -Architektur: Ein Cloud Engineer sollte Kenntnisse und Erfahrung mit mindestens einem der großen Cloud-Dienstleister haben, wie Amazon Web Services (AWS), Google Cloud Platform (GCP) oder Microsoft Azure. Denn es ist wichtig, zu verstehen, wie man Cloud-Infrastrukturen entwirft und entwickelt, um die spezifischen Anforderungen von Projekten oder Organisationen zu erfüllen.

  • DevOps-Praktiken: Wesentliche Komponenten vieler Cloud-Engineer-Rollen sind Verständnis und Anwendung von DevOps-Praktiken, einschließlich Continuous Integration / Continuous Deployment (CI/CD), z.B. mit Kubernetes/OpenShift und Docker, Infrastructure as Code (IaC), z.B. mit Terraform oder Ansible, und automatisiertem Testing.

  • Cloud Security: Ein Verständnis der Cloud-Security-Praktiken und -Standards ist von entscheidender Bedeutung. Dies umfasst Kenntnisse über Identitäts- und Zugriffsmanagement (IAM), Netzwerksicherheit, Verschlüsselung und Compliance-Standards.

Aus der TechMinds-Praxis: Erst Bereitschaft klären, dann Stack. Ein Hersteller von E-Commerce-Software suchte zwei Cloud Engineers für eine Plattform, die rund um die Uhr läuft: Go, AWS, Docker und GitLab, vollständig remote in ganz Europa. Die Rufbereitschaft rotiert wöchentlich und wird in Freizeit oder Geld ausgeglichen. Genau diese beiden Punkte kamen in den Gesprächen zuerst. Über den Stack redet man danach. Bereitschaft und Remote-Regel gehören deshalb so genau ins Profil wie die Technologien.

Cloud Engineer: Anforderungen und Qualifikationen im Überblick

Wie viel verdient ein Cloud Engineer? Gehalt

Innerhalb der Spanne von 70.000 bis 100.000 Euro entscheidet vor allem, ob jemand eine Plattform selbst aufgebaut hat oder eine bestehende betreibt. Zudem gilt, dass die Gehälter im Bereich der IT und Technik schnell steigen können, da diese Branche rasant wächst und es einen hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften gibt.

Das durchschnittliche Bruttogehalt liegt bei 70.000 bis 100.000 Euro pro Jahr. Einsteiger können mit einem Gehalt von etwa 55.000 Euro rechnen, während erfahrene Cloud Engineers, insbesondere in größeren Städten und Unternehmen sowie mit gefragten Spezialisierungen, auch mehr als 100.000 Euro verdienen können. Zusätzlich können Boni und andere Vergünstigungen zum Gesamtpaket hinzukommen.

Cloud-Engineer-Gehalt: 70.000 bis 100.000 Euro brutto im Jahr, Senior-Profile darüber.

Einordnung: In der TechMinds Gehaltsstudie IT & Engineering steht diese Rolle auf der Ebene Senior Professional im Fachbereich Cloud & Infrastruktur. Dort lassen sich die Gehaltsspannen aller 162 Tech-Rollen vergleichen.

KI im Cloud Engineering: Vom Betrieb zur intelligenten Plattform

Künstliche Intelligenz verändert das Cloud Engineering an zwei Fronten. Im täglichen Betrieb halten AIOps-Werkzeuge Einzug: Sie werten Metriken und Logs maschinell aus, erkennen Anomalien, bevor daraus Ausfälle werden, und übernehmen erste Gegenmaßnahmen automatisiert, wodurch sich die Rolle vom reaktiven Störungsmanagement zum vorausschauenden Plattformbetrieb verschiebt.

Auch beim Schreiben von Infrastructure as Code unterstützen KI-Assistenten inzwischen spürbar, etwa bei Terraform-Modulen oder Kubernetes-Konfigurationen; die Verantwortung für Sicherheit und Nachvollziehbarkeit der Infrastruktur bleibt beim Engineer.

Zur zweiten Front wird der Betrieb der KI-Infrastruktur selbst, denn wenn Unternehmen eigene KI-Anwendungen einführen, braucht es jemanden, der GPU-Ressourcen bereitstellt, Inferenz-Endpoints skaliert, Datenpipelines stabil hält und die schnell wachsenden Kosten dieser Workloads im Griff behält (FinOps). Cloud Engineers, die klassische Plattformarbeit mit diesen KI-Betriebskompetenzen verbinden, gehören zu den gefragtesten Infrastrukturprofilen am Markt.

Ausbildung und Qualifikation: Wie werde ich Cloud Engineer?

Um ein Cloud Engineer zu werden, benötigen Sie eine Kombination aus formaler Ausbildung, technischen Fähigkeiten und praktischer Erfahrung. Im Einzelnen zählen:

  • Berufsausbildung: Eine Berufsausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration ist oft ein guter Ausgangspunkt. Manche Unternehmen ziehen jedoch auch Kandidaten ohne einen entsprechenden Abschluss in Betracht, wenn sie über ausreichende praktische Erfahrung und technische Fähigkeiten verfügen.

  • Erfahrung in IT-Systemadministration und Cloud: Sie sollten sich mit verschiedenen Aspekten der IT-Systemadministration vertraut machen, einschließlich Cloud-Dienstleistungen, -Plattformen und -Infrastrukturen, Betriebssystemen, Datenmanagement, Netzwerktechnik, IT-Security und mehr. Sammeln Sie praktische Erfahrung mit einer oder mehreren der großen Cloud-Plattformen wie AWS, GCP oder Azure. Dazu zählen die Optimierung und Entwicklung von Cloud-Lösungen mithilfe von Infrastructure as Code (z.B. mit Terraform oder Ansible) und die Weiterentwicklung von CI-/CD-Prozessen.

  • Soft Skills, Weiterbildung und Zertifizierungen: Neben den technischen Fähigkeiten sind auch Kommunikations- und Teamfähigkeiten wichtig. Sie müssen in der Lage sein, technische Konzepte sowohl an technische als auch an nicht-technische Teammitglieder und Stakeholder zu kommunizieren. Die Cloud-Technologie ist ein sich schnell entwickelnder Bereich und es ist wichtig, dass Sie sich ständig weiterbilden und auf dem Laufenden bleiben. Zertifizierungen können dazu beitragen, Ihre Fachkenntnisse und Kompetenzen zu demonstrieren. Beispiele sind AWS Certified Solutions Architect, Google Professional Cloud Architect oder Microsoft Certified: Azure Solutions Architect Expert.

Welche Plattform gefragt ist, hängt vom Unternehmen ab: AWS, Azure und Google Cloud verlangen jeweils eigene Zertifizierungen und Praxiserfahrung.

Welche Perspektiven hat der Job als Cloud Engineer in der Zukunft?

Die Nachfrage nach Cloud Engineers speist sich aus mehreren Entwicklungen:

Wachstum der Cloud-Dienste

Mit der steigenden Akzeptanz von Cloud-Diensten in Unternehmen aller Größen und Branchen wächst auch die Nachfrage nach Cloud Engineers. Dieses Wachstum ist nicht auf einen bestimmten Bereich beschränkt und erstreckt sich auf Branchen wie Gesundheitswesen, Finanzen, Einzelhandel, Produktion und mehr.

Digitalisierung und Automatisierung

Da Unternehmen zunehmend Prozesse digitalisieren und automatisieren, sind sie auf Experten angewiesen, die skalierfähige Cloud-Systeme entwickeln, implementieren und warten können. Infolgedessen wird die Rolle des Cloud Engineers immer wichtiger.

Zunehmende Akzeptanz von Hybrid- und Multi-Cloud-Strategien

Viele Unternehmen setzen auf Hybrid- und Multi-Cloud-Strategien, um die Vorteile verschiedener Cloud-Dienstanbieter zu nutzen und Risiken zu minimieren. Dies erfordert Cloud-Experten, die mit verschiedenen Cloud-Umgebungen und -Technologien vertraut sind.

Notwendigkeit für Cybersicherheit

Mit der steigenden Bedeutung von Daten und der Zunahme von Cyberkriminalität wird Cybersecurity immer wichtiger. Cloud Engineers und Cloud Security Engineers spielen eine entscheidende Rolle bei der Sicherung der Cloud-Infrastruktur und dem Schutz sensibler Daten.

Homeoffice und globalisierte Teams

Da immer mehr Unternehmen auf Remote Work und globalisierte Teams setzen, steigt die Nachfrage nach Cloud-Infrastrukturen, die überregional eine effektive Zusammenarbeit und Kommunikation ermöglichen. Dies wird voraussichtlich zur weiteren Nachfrage nach Cloud-Ingenieuren führen.

Innerhalb dieser Entwicklungen verschiebt sich das Profil: Gefragt sind zunehmend Kenntnisse in Kostensteuerung (FinOps) und Plattformsicherheit, weil Cloud-Budgets in vielen Unternehmen inzwischen kritisch geprüft werden. Das Feld verändert sich der Cloud-Technologie schnell entwickelt.

Ihr Headhunter für Cloud Engineers

Sie suchen einen Cloud Engineer? In der Vorauswahl zählt vor allem, ob jemand produktive Umgebungen verantwortet hat und nicht nur Testsysteme aufgesetzt. Für die Ansprache greifen unsere Personalberater auf ein gewachsenes Netzwerk von Infrastrukturspezialisten zurück. Von der ersten Ansprache bis zur Vertragsunterschrift vergehen bei uns im Durchschnitt 76 Tage. Kontaktieren Sie uns gerne, wenn Sie mit uns Ihr Perfect Match finden wollen. Einen Überblick über Ablauf und Konditionen gibt der Headhunter für Cloud.

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