Das Wichtigste in Kürze

  • Auftrag: Der Security Engineer sichert die IT-Infrastruktur eines Unternehmens gegen Angriffe.
  • Gehalt: 60.000 bis 95.000 Euro, im Schnitt rund 75.000; Junioren starten bei 45.000 bis 55.000.
  • Alltag: Von Risikobewertung über Schulungen bis zur Reaktion auf Sicherheitsvorfälle.

Ein Security Engineer (oft auch IT Security Engineer, Cloud Security Engineer oder Cyber Security Engineer) ist für die Sicherheit der IT-Infrastruktur eines Unternehmens zuständig. Um Angriffe verhindern zu können, identifiziert er Sicherheitsmängel und schaltet eventuelle Fehlerquellen aus. Risikobewertungen und die Analyse vorhandener IT-Komponenten gehören ebenfalls zum Berufsbild. Im folgenden Beitrag erfahren Sie alles über den Beruf des Security Engineers inklusive Aufgaben, Qualifikationen und Gehaltsaussichten.

Security Engineer – Bedeutung & Key Facts

Hier folgt ein erster Überblick über die Definition und das Berufsbild des Security Engineers.

Was macht ein Security Engineer?

Security Engineers sind für die komplexe Sicherheitsstruktur eines Unternehmens verantwortlich. Sie entwickeln Sicherheitskonzepte, analysieren und beheben Sicherheitslücken sowie -mängel. Hackerangriffe zu verhindern, Cyber-Bedrohungen abzuwehren und wertvolle Datenmengen zu schützen, gehören ebenfalls zu seinen Aufgaben.

Gut zu wissen: Der Security Engineer hat mehrere Berufsbezeichnungen, so kann er auch Security Analyst, IT Security Specialist, IT-Sicherheitsexperte, IT Sicherheitsberater, Cyber Security Engineer, IT Security Engineer, Cloud Security Engineer oder im weitesten Sinne IT Security Consultant genannt werden.

Welche Qualifikationen sollte ein Security Engineer mitbringen?

Ein abgeschlossenes MINT-Studium (vorzugsweise im Bereich IT) oder eine IT-Ausbildung werden vorausgesetzt. Für eine Senior-Position benötigt es eine langjährige Berufserfahrung. Wichtig ist je nach Unternehmen und Bereich umfassendes Know-how in den IT-Security-Methoden und -prozessen, Netzwerksicherheit und Firewalls, On-Premise- und Cloud-Infrastrukturen sowie in Cyber Security/Defense. Grundkenntnisse in der Programmierung mit mindestens einer Scriptsprache (Perl, Python, TCL etc.) werden ebenfalls meist vorausgesetzt.

Was kann in der IT-Security für ein Gehalt erwartet werden?

Das Gehalt hängt ab von der Größe und Branche des Unternehmens, dem Standort und der Berufserfahrung. Die Spanne reicht von 60.000 bis 95.000 Euro pro Jahr, das Durchschnittsgehalt eines Security Engineers liegt bei rund 75.000 Euro. In Spitzenpositionen und bei langjähriger Berufserfahrung können 100.000 Euro p.a. oder mehr verdient werden.

Security Engineer im Kurzüberblick: schützt die IT-Infrastruktur vor Angriffen, Gehalt 60.000 bis 95.000 Euro, Ø 75.000.

Informationssicherheit vs. IT-Sicherheit vs. Datensicherheit

#Informationssicherheit bezieht sich auf die Sicherung von Informationen gegen unautorisierten Zugriff, Modifikation oder Vernichtung. Es geht darum, die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Informationen zu gewährleisten. Hierbei geht es nicht nur um technische Aspekte, sondern auch um organisatorische und menschliche Aspekte. Das schließt Papierformen oder mündliche Übertragungen ein.

#IT-Sicherheit bezieht sich auf die Sicherung von IT-Systemen, Cloud-Diensten, Computern, Netzwerken, Servern und Infrastrukturen. Es geht darum, die IT-Infrastruktur gegen Bedrohungen wie Cyberangriffe, Viren, Malware und andere Formen von Schadsoftware zu schützen. IT-Sicherheit ist ein Teilbereich der Informationssicherheit, der sich auf die technischen Systeme und deren Funktionssicherheit konzentriert.

#Datensicherheit bezieht sich auf den Schutz von personenbezogenen und sonstigen Daten vor unbefugtem Zugriff, Änderung oder Verlust. Es wird darauf geachtet, dass nur befugte Personen auf Daten zugreifen und sie verwenden können. Auch dürfen Daten nicht manipuliert oder beschädigt sein. Datensicherheit ist eng mit Informationssicherheit verbunden und bezieht sich auf den Schutz von Daten, unabhängig davon, ob sie in Papierform oder elektronisch vorliegen.

Insgesamt sind Informationssicherheit, IT-Sicherheit und Datensicherheit wichtige Aspekte der Sicherheit in der Informationstechnologie. Unternehmen und Organisationen müssen sicherstellen, dass sie geeignete Maßnahmen ergreifen, um ihre IT-Systeme, Netzwerke und Daten vor Bedrohungen zu schützen und die Integrität, Vertraulichkeit und Verfügbarkeit von Informationen zu gewährleisten.

Was macht ein Security Engineer? Aufgaben eines IT-Sicherheitsexperten

Zu den Aufgaben eines Security Engineers gehören alle Tätigkeiten, welche sich auf die IT- und Informationssicherheit beziehen. Zu den Aufgaben eines Security Engineers gehören:

#1 Identifizierung von Sicherheitsbedrohungen: Der Security Engineer überwacht und analysiert ständig die Computersysteme und Netzwerke, um Bedrohungen, Sicherheitslücken und Schwachstellen zu identifizieren und zu beheben. Im Projektalltag arbeitet die Rolle eng mit Profilen wie Informationssicherheitsbeauftragter oder Head of Cyber Security zusammen.

#2 Risikobewertung: Der Security Engineer bewertet das Risiko und die Auswirkungen von Bedrohungen auf die IT-Infrastruktur eines Unternehmens oder einer Organisation.

#3 Entwicklung von Sicherheitsmaßnahmen: Basierend auf der Risikobewertung entwickelt der Security Engineer Sicherheitsmaßnahmen, -strategien und -richtlinien, um die Computersysteme und Netzwerke zu schützen.

#4 Installation und Konfiguration von Sicherheitssoftware: Der Security Engineer installiert und konfiguriert Sicherheitssoftware wie Firewall, Intrusion Detection Systeme (IDS), Public-Key-Infrastrukturen (System für die sichere elektronische Datenübertragung anhand von digitalen Zertifikaten) und Antivirus-Programme, um die Sicherheit der IT-Infrastruktur zu erhöhen.

#5 Überwachung und Wartung der Sicherheitssysteme: Der Security Engineer überwacht die Sicherheitssysteme und führt regelmäßige Wartungsarbeiten durch, um sicherzustellen, dass sie ordnungsgemäß funktionieren.

#6 Schulung von Mitarbeitenden: Der Security Engineer schult Mitarbeitende und gibt Empfehlungen zur Verbesserung des Sicherheitsbewusstseins.

#7 Reaktion auf Sicherheitsvorfälle: Wenn es zu Sicherheitsvorfällen kommt, wie z.B. einem Hackerangriff, leitet der Security Engineer die Untersuchung und Wiederherstellung ein.

Anders als der Security Analyst, der Vorfälle auswertet, baut der Security Engineer die Schutzmaßnahmen selbst: Firewalls, Segmentierung, Härtung und Monitoring gehören zu seinem Werkzeugkasten. Security Engineers arbeiten gemeinsam in Teams mit Mitarbeitenden und externen Experten, um die Sicherheitsstruktur der Unternehmen zu optimieren. Dabei werden Bedarfsanalysen und Penetration-Tests durchgeführt und neue Systeme entwickelt.

Aufgaben eines Security Engineers: Sicherheitslücken, Strategien, Sicherheitssysteme, PKI, Cyberabwehr, Risikoanalysen.

Anforderungen an einen IT Security Engineer: Ausbildung und Qualifikationen

Ein IT Security Engineer ist ein Spezialist in der IT-Sicherheit, der für die Implementierung und Wartung von Sicherheitsmaßnahmen in IT-Systemen und Netzwerken verantwortlich ist. Darauf kommt es an:

#1 Ausbildung: Eine Berufsausbildung zum Fachinformatiker oder ein Abschluss in Informatik, Cybersecurity oder einem verwandten Bereich ist eine gängige Anforderung für einen IT Security Engineer.

#2 Berufserfahrung in der IT-Security: Arbeitgeber suchen in der Regel nach Kandidaten mit mindestens 3-5 Jahren Berufserfahrung in der IT-Security, wenn man nicht als Junior einsteigen möchte. Dabei sollte tiefgehende Erfahrung in relevanten Bereichen vorliegen wie z.B. Erfahrungen mit Netzwerksicherheit, Cloud Security (Azure, AWS oder GCP), Cyber Security, Security Operations Center (SOC), Data-Loss-Prevention-Strategien.

#3 Technisches Know-how in der IT-Infrastruktur: Ein IT Security Engineer muss ein tiefes Verständnis von Netzwerk- und Systemarchitektur, Betriebssystemen, Proxy, VPNs, WAN, Cloud-Infrastrukturen, Firewalls, Verschlüsselung, Viren- und Schadsoftware sowie Angriffsmethoden haben. Vertiefende Kenntnisse in Skript-Programmiersprachen wie Perl, Python, TCL etc. werden für die Stelle als Security Engineers oftmals benötigt.

#4 Erfahrung mit Normen und Zertifizierungen: Es gibt eine Vielzahl von relevanten Normen und Zertifizierungen wie zum Beispiel: Erfahrung / Zertifizierungen im Bereich: ISO27001, BSI-Grundschutz, DSGVO, ITIL, TISAX oder Zertifizierungen wie Certified Information Systems Security Professional (CISSP), Certified Cloud Security Professional (CCSP), Certified Ethical Hacker (CEH), Certified Information Security Manager (CISM), Computer Hacking Forensic Investigator (CHFI), Certified Information Systems Auditor (CISA).

#5 Kommunikationsfähigkeit: Ein IT Security Engineer muss in der Lage sein, komplexe Sicherheitskonzepte und -probleme verständlich zu kommunizieren und Schulungen und Schulungen für Mitarbeitende durchzuführen.

#6 Problemlösungsfähigkeiten: Ein IT Security Engineer muss in der Lage sein, komplexe Sicherheitsprobleme zu identifizieren, zu analysieren und zu lösen.

#7 Teamfähigkeit: IT Security Engineers arbeiten in der Regel in Teams mit anderen IT-Experten und Mitarbeitenden, um Sicherheitsprobleme zu lösen. Ein IT Security Engineer muss in der Lage sein, effektiv in einem Team zu arbeiten und mit anderen zusammenzuarbeiten.

Aus der TechMinds-Praxis: Stack-Tiefe schlägt Zertifikatsbreite. Ein Vermögensverwalter suchte einen IT Security Engineer für Schwachstellenmanagement, Angriffsflächenreduktion, Pentest-Koordination und Sicherheitsarchitektur, alles im Microsoft- und Azure-Stack. Eine Ausbildung reichte aus, Quereinsteiger waren willkommen. Die Position haben wir besetzt. Security Engineers werden für einen konkreten Stack gesucht, nicht für eine Zertifikatssammlung. Benennen Sie Werkzeuge und Stack und streichen Sie das Pflichtstudium, wenn es keinen Grund hat.

Anforderungen an Security Engineers: Informatikstudium oder IT-Ausbildung, PKI und Firewalls, Praxis, ISO 27001.

IT Security Engineer: Gehalt

Den größten Einfluss hat der Regulierungsdruck der Branche: In Banken, Versicherungen und KRITIS-Umfeldern liegen die Gehälter deutlich über dem Durchschnitt, weil dort Nachweispflichten und Haftungsrisiken hinzukommen.

Als Berufseinsteiger (Junior IT Security Engineer) können 45.000 bis 55.000 Euro brutto jährlich verdient werden, die Spanne reicht von 60.000 bis 95.000 Euro, das Durchschnittsgehalt liegt bei ca. 75.000 Euro p.a. In Spitzenpositionen und mit entsprechender Berufserfahrung können 100.000 Euro p.a. oder mehr verdient werden.

Security-Engineer-Gehalt: 60.000 bis 95.000 Euro brutto im Jahr, Ø 75.000 Euro, Junior ab 45.000, Spitze 100.000 Euro.

Einordnung: In der TechMinds Gehaltsstudie IT & Engineering steht diese Rolle auf der Ebene Senior Professional im Fachbereich IT-Security. Dort lassen sich die Gehaltsspannen aller 142 Tech-Rollen vergleichen.

Wie wird man Security Engineer?

Um ein Security Engineer zu werden, benötigen Sie in der Regel eine Kombination aus akademischen Qualifikationen, technischen Fähigkeiten und Berufserfahrung in der IT-Security.

Diese Schritte führen typischerweise dorthin:

#1 Erwerben Sie einen relevanten Abschluss: Ein Bachelor- oder Master-Abschluss in Informatik, Cybersecurity oder einem verwandten Bereich kann Ihnen helfen, ein solides Fundament in der IT-Sicherheit zu schaffen.

#2 Erwerben Sie Zertifizierungen: Es gibt eine Vielzahl von Zertifizierungen, die speziell für IT-Security-Berufe entwickelt wurden, wie zum Beispiel:

  • Certified Information Systems Security Professional (CISSP)
  • Certified Cloud Security Professional (CCSP)
  • Certified Ethical Hacker (CEH)
  • Certified Information Security Manager (CISM)
  • Computer Hacking Forensic Investigator (CHFI)
  • Certified Information Systems Auditor (CISA)
  • Sonstiges: ISO27001, BSI-Grundschutz, DSGVO

Der Erwerb solcher Zertifizierungen kann helfen, Ihre Kompetenzen und Fähigkeiten zu beweisen.

#3 Sammeln Sie Berufserfahrung: Erfahrung in der IT-Security ist unerlässlich, um ein Security Engineer zu werden. Sie können als Netzwerkadministrator, Systemadministrator oder in einer anderen IT-Rolle arbeiten, um relevante Erfahrungen und Fähigkeiten zu sammeln.

#4 Erwerben Sie technische Fähigkeiten: Als Security Engineer müssen Sie über technisches Know-how in den Bereichen Netzwerksicherheit, Verschlüsselung, Firewalls, Cloud-Security und Virenschutz verfügen.

#5 Bleiben Sie auf dem neuesten Stand: Die IT-Security entwickelt sich ständig weiter, und es ist wichtig, auf dem neuesten Stand zu bleiben. Besuchen Sie Konferenzen, Schulungen und Veranstaltungen, um auf dem neuesten Stand zu bleiben und neue Trends und Technologien zu lernen.

KI im Security Engineering: Was sich für Security Engineers ändert

Im Alltag verändert KI zuerst die Werkzeuge der Verteidiger. Erkennungssysteme im SOC arbeiten inzwischen mit KI-gestützter Anomalieerkennung, sortieren Alerts nach Dringlichkeit und werfen Fehlalarme heraus. Für den Security Engineer heißt das weniger Logs sichten, mehr konfigurieren, nachjustieren und prüfen, ob die automatische Einstufung überhaupt stimmt. Diese Entscheidung bleibt bei ihm.

Die Gegenseite rüstet ebenfalls auf. KI-generierte Phishing-Kampagnen und automatisierte Schwachstellensuche machen Angriffe schneller und zahlreicher, worauf Detection und Response mit mehr Automatisierung antworten müssen, Stichwort SOAR. Dazu kommt ein neues Schutzobjekt: die KI-Anwendungen des eigenen Hauses. Ihre Schnittstellen, Zugriffe und Datenflüsse müssen abgesichert und überwacht werden wie jede andere kritische Komponente.

Wer beides kann, also KI-gestützte Erkennung beherrschen und KI-Anwendungen schützen, gehört im ohnehin knappen Security-Arbeitsmarkt zu den gefragtesten Profilen.

Ihr Headhunter für (Cyber/IT) Security Engineers

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