Das Wichtigste in Kürze

  • Auftrag: Der Netzwerkadministrator betreibt und schützt die Unternehmensnetzwerke.
  • Gehalt: 45.000 bis 80.000 Euro, im Durchschnitt rund 55.000.
  • Cloud-Zug: MS 365 und Azure werden mit Hybrid-Strategien immer wichtiger.

Ein Netzwerkadministrator ist für die Konfiguration, Überwachung, Optimierung und Sicherheit von Computernetzwerken in Unternehmen, Organisationen oder Behörden verantwortlich. Alles, was Sie über den Beruf des Netzwerkadministrators wissen sollten, inklusive Aufgaben, Qualifikationen und Gehalt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Netzwerkadministrator: Kurzbeschreibung & Key Facts

Nachfolgend haben wir die wichtigsten Informationen zum Beruf des Netzwerkadministrators für Sie aufgelistet.

Was ist ein Netzwerkadministrator?

Ein Netzwerkadministrator ist ein IT-Experte, der für die Aufrüstung, Pflege, Verwaltung, Wartung und Weiterentwicklung von IT-Netzwerkinfrastrukturen verschiedener Devices von Unternehmen oder Organisationen zuständig ist. Der Netzwerkadministrator hat klassischerweise eine Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration abgeschlossen. Seine Hauptaufgaben sind die Installation, Überwachung, Verwaltung und Optimierung von Netzwerkhardware, -software und -protokollen. Netzwerkadministratoren arbeiten dabei eng mit anderen Systemadministratoren und Fachinformatikern zusammen und berichten z.B. an einen Head of IT.

Welche Aufgaben hat ein Netzwerkadministrator?

Zu den Aufgaben eines Netzwerkadministrators gehören die Installation, Konfiguration und Wartung von Netzwerkhardware wie Servern, Routern, Switches und Firewalls. Darüber hinaus ist ein Netzwerkadministrator für die Überwachung der Netzwerkaktivität und -leistung, die Diagnose und Behebung von Netzwerkproblemen, die Verwaltung von Benutzerkonten und -zugriffen, die Implementierung von Netzwerksicherheitsmaßnahmen und die Erstellung von Dokumentationen verantwortlich. Je nach Aufstellung des Teams übernehmen auch Rollen wie IT Koordinator oder Software Asset Manager Teile dieser Aufgaben.

Was muss ein Netzwerkadministrator können?

Ein Netzwerkadministrator muss über Kenntnisse in Netzwerktechnologien, Sicherheit und Protokollen verfügen. Zu den Fähigkeiten, die ein Netzwerkadministrator benötigt, gehören die Fähigkeit, Netzwerkhardware und -software zu installieren und zu konfigurieren sowie Netzwerkprobleme zu diagnostizieren und zu beheben.

Ein Netzwerkadministrator sollte auch in der Lage sein, effektiv mit anderen IT-Experten wie Entwicklern und Systemadministratoren zusammenzuarbeiten. Meistens bringen Netzwerkadministratoren eine Berufsausbildung zum Fachinformatiker (für Systemintegration) mit, können sich aber auch als Quereinsteiger mit Berufserfahrung in der IT qualifizieren.

Wie viel verdient ein Netzwerkadministrator?

Das Gehalt eines Netzwerkadministrators ist immer von der Berufserfahrung, Unternehmensgröße, dem Firmenstandort und der Branche abhängig. Das durchschnittliche Jahresbruttogehalt liegt zwischen 45.000 und 80.000 Euro. Das Durchschnittsgehalt liegt bei etwa 55.000 Euro.

Netzwerkadministrator im Kurzüberblick: hält Netzwerke störungsfrei, Gehalt 45.000 bis 80.000 Euro brutto im Jahr.

Netzwerkadministrator vs. Network Engineer: die Unterschiede

Die beiden Berufsbezeichnungen Netzwerkadministrator und Netzwerkingenieur (Network Engineer) haben ähnliche, aber unterschiedliche Aufgabenbereiche und Anforderungen.

  • Gehalt: In der Regel verdient ein Network Engineer mehr als ein Netzwerkadministrator aufgrund der höheren Anforderungen an Kenntnisse und Fähigkeiten.

  • Aufgabenbereich: Ein Netzwerkadministrator ist in der Regel für die tägliche Verwaltung, Wartung und Optimierung eines Netzwerks verantwortlich. Ein Network Engineer oder Netzwerkingenieur hingegen ist für die Planung, den Entwurf und die Implementierung von Netzwerken verantwortlich. Network Engineers arbeiten oft an großen Netzwerkprojekten wie dem Aufbau von neuen Netzwerken, Erweiterungen bestehender Netzwerke, Umsetzung von Sicherheitsmaßnahmen oder Migration auf neue Technologien.

  • Ausbildung: Sowohl für Netzwerkadministratoren als auch für Network Engineers ist eine solide Ausbildung in der Informationstechnologie erforderlich. Ein Netzwerkadministrator muss über fundierte Kenntnisse in Netzwerktechnologien und -protokollen verfügen und oftmals eine Berufsausbildung als Fachinformatiker besitzen. Network Engineers benötigen jedoch oft einen Bachelor- oder Master-Abschluss in Informatik oder einem verwandten Bereich und spezialisieren sich auf Netzwerkdesign und -implementierung.

Netzwerkadministrator-Gehalt: Spanne 45.000 bis 80.000 Euro brutto im Jahr, Durchschnitt rund 55.000 Euro.

Aufgaben: Netzwerkadministrator

Die Netzwerkinfrastruktur ist die Grundlage für nahezu jeden Arbeitsplatz und jede Anwendung im Unternehmen; fällt sie aus, steht der Betrieb. Dieses IT-Netzwerk wird von einem Netzwerkadministrator gepflegt, betreut, verwaltet, gewartet und auf dem aktuellen Stand gehalten, immer mit dem übergeordneten Ziel, einen sicheren Betrieb und eine reibungslose Datenübertragung sicherzustellen.

Der Beruf des Netzwerkadministrators ist mit viel Verantwortung verbunden, da in den meisten Betrieben eine störungsfreie Netzwerkinfrastruktur ausschlaggebend für die erfolgreiche Durchführung von Unternehmensprozessen ist.

Während Netzwerkadministratoren in größeren Unternehmen im Team arbeiten, sind sie in Kleinbetrieben mitunter die einzige Ansprechperson für IT-Netzwerke. Der Aufgabenbereich eines Netzwerkadministrators ist breit gefächert. Die Hauptaufgaben im Einzelnen:

  • Installation und Konfiguration von Netzwerkhardware: Der Netzwerkadministrator ist für die Installation und Konfiguration von Netzwerkhardware wie Servern (z.B. Windows oder Linux), Routern, Switches und Firewalls sowie die Virtualisierung von Servern verantwortlich. Dies umfasst die Verkabelung von Netzwerkgeräten, die Konfiguration von IP-Adressen und die Installation der erforderlichen Betriebssysteme und Anwendungen. Die Budgetierung von Geräte-, Montage- und Reparaturkosten kann ebenfalls Teil der Aufgabe sein.

  • MS365 und Cloud-Netzwerke: In einem Großteil der Unternehmen spielen Cloud-Infrastrukturen eine wichtige Rolle. Dabei werden Netzwerkfunktionen in der öffentlichen (Azure, GCP oder AWS) oder privaten Cloud gehostet. Die Administration von Cloud- oder Hybrid-Netzwerken gehört daher zu einer immer wichtigeren Aufgabe eines Netzwerkadministrators.

  • Netzwerküberwachung: Netzwerkadministratoren überwachen die Netzwerkaktivität und -leistung, um sicherzustellen, dass das Netzwerk effizient funktioniert. Dazu gehören die Überwachung des Netzwerkverkehrs, die Identifizierung von Engpässen und Problemen sowie die Durchführung von Diagnosen und Behebungen.

  • Netzwerkproblemdiagnose und -behebung: Ein Netzwerkadministrator muss Netzwerkprobleme diagnostizieren und beheben. Dazu gehören Verbindungsprobleme, Hardwarefehler, Leistungsprobleme und Sicherheitsbedrohungen. Der Administrator muss schnell und effektiv reagieren, um Ausfallzeiten zu minimieren. Dies führt in manchen Unternehmen zu einer Rufbereitschaft in Notfällen. Die Übernahme von Supporttätigkeiten im 2nd oder 3rd Level sowie die Unterstützung des IT-Supports ist oftmals ebenfalls Teil der Aufgabe.

  • Benutzerverwaltung: Der Netzwerkadministrator ist auch für die Verwaltung von Benutzerkonten und -zugriffen verantwortlich. Dies umfasst die Erstellung und Verwaltung von Benutzerkonten (z.B. E-Mail-Adressen), die Zuweisung von Berechtigungen, die Überwachung von Zugriffsrechten und die Verwaltung von Passwörtern. Dies kann z.B. mittels Active Directory-Technologie realisiert werden.

  • Netzwerksicherheit: Netzwerkadministratoren sind für die Implementierung von Netzwerksicherheitsmaßnahmen verantwortlich. Dazu gehören Firewall-Konfiguration, Überwachung von Netzwerkverkehr, Erkennung von Eindringlingen und die Umsetzung von IT-Security-Richtlinien für die Netzwerksicherheit.

  • Netzwerkdokumentation: Er erstellt und aktualisiert Dokumentationen, einschließlich Netzwerkdiagrammen, Sicherheitsrichtlinien und Wartungsprotokollen. Diese Dokumentationen helfen bei der Verwaltung und Wartung des Netzwerks und sind auch für die Schulung neuer Mitarbeitender hilfreich.

  • Koordination mit anderen IT-Experten: Ein erfolgreicher Netzwerkadministrator arbeitet eng mit anderen IT-Experten wie Entwicklern und Systemadministratoren zusammen, um sicherzustellen, dass das Netzwerk effektiv und effizient betrieben wird. Die Zusammenarbeit mit anderen Experten kann bei der Lösung von Problemen und der Umsetzung neuer Netzwerktechnologien hilfreich sein.

Der Netzwerkadministrator ist in fast allen Branchen tätig, so etwa in Software-Entwicklungsfirmen, Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern und Energieversorgungsunternehmen.

Sieben Kernaufgaben des Netzwerkadministrators: Hardware, Cloud, Monitoring, Diagnose, Benutzer, Security, Doku.

Was muss ein Netzwerkadministrator können? Ausbildung & Skills

Um den Beruf des Netzwerkadministrators ergreifen zu können, sind einerseits eine entsprechende Ausbildung und andererseits bestimmte Hard- und Soft Skills erforderlich. Gefragt sind vor allem:

  • Ausbildung: Eine Berufsausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration bildet klassischerweise die Grundlage für diesen Beruf. Auch Quereinsteiger mit hoher Affinität kommen für diesen Job oftmals infrage. Zusätzliche Zertifizierungen als Netzwerkadministrator wie z.B. als CCNA (Cisco Certified Network Associate) können ebenfalls hilfreich sein.

  • Netzwerktechnologien und Scripting: Der Netzwerkadministrator sollte über fundierte Kenntnisse in Netzwerktechnologien und -protokollen wie CISCO, TCP/IP, DNS, DHCP, VPN, LAN, WAN und WLAN verfügen. Auch Script-Sprachen (Shell, Python etc.) sollten beherrscht werden.

  • Cloud-Infrastrukturen: Der Umgang mit und die Beherrschung von Cloud-Technologien, z.B. MS 365 oder Azure, wird in vielen Unternehmen mit einer Cloud- oder Hybrid-Strategie zunehmend wichtig.

  • Netzwerküberwachung, -analyse und -behebung: Netzwerkadministratoren müssen die Fähigkeit besitzen, Netzwerkaktivität und -leistung zu überwachen und Engpässe, Probleme und Sicherheitsbedrohungen zu identifizieren. Zudem müssen sie Netzwerkprobleme schnell und effektiv diagnostizieren und beheben.

  • Netzwerksicherheit: Ein erfolgreicher Netzwerkadministrator sollte über fundierte Kenntnisse in Netzwerksicherheitsmaßnahmen und -protokollen verfügen und in der Lage sein, Firewall-Konfiguration, Überwachung von Netzwerkverkehr und Erkennung von Eindringlingen durchzuführen.

  • Server- und Betriebssysteme: Er sollte Kenntnisse in Server- und Betriebssystemen wie Windows Server und Linux haben. Meistens bilden sich Schwerpunkte entweder im Bereich Windows oder Linux heraus. Zudem sind Kenntnisse in der Virtualisierung (z.B. VMWare oder Hyper-V) notwendig.

  • Kommunikationsfähigkeit: Der Netzwerkadministrator muss in der Lage sein, klar und effektiv mit anderen IT-Experten, Kunden und Nutzern zu kommunizieren. Ebenso ist es wichtig, Netzwerkprojekte planen, koordinieren und implementieren zu können.

Aus der TechMinds-Praxis: Produktion, Lager, Security. WLAN für Flurförderzeuge in einem Industrieunternehmen, Werksnetzbetrieb bei einem Automobilzulieferer, Sicherheit der Produktionsnetze bei einem Anbieter für Materialflusstechnik. Netzwerkadministration im Mittelstand endet längst nicht am Serverraum. Gesucht werden Netzwerker, die Produktionsumgebungen verstehen und Security von Anfang an mitdenken. Schreiben Sie in die Anzeige, welche Bereiche Ihr Netz versorgt.

Anforderungen an Netzwerkadministratoren: Netzwerk-Technologien, Cloud-Infrastruktur, Firewalls, Troubleshooting.

Wie viel verdient ein Netzwerkadministrator? Gehalt

Das Einkommen eines Netzwerkadministrators ist stark von der Berufserfahrung, aber auch der Unternehmensgröße, dem Firmenstandort, der Branche und dem Verantwortungsbereich abhängig. Die Spanne reicht von 45.000 bis 80.000 Euro brutto im Jahr, im Durchschnitt liegt das Gehalt bei rund 55.000 Euro. Innerhalb der Spanne entscheidet vor allem die Größe der betreuten Infrastruktur: Wer Rechenzentren oder standortübergreifende Netze verantwortet, liegt deutlich über der Betreuung eines Einzelstandorts. Zertifikate im Cloud- und Sicherheitsumfeld wirken sich spürbar aus.

Einordnung: In der TechMinds Gehaltsstudie IT & Engineering steht diese Rolle auf der Ebene Fachrolle im Fachbereich Cloud & Infrastruktur. Dort lassen sich die Gehaltsspannen aller 148 Tech-Rollen vergleichen.

Netzwerkadministrator: Wie kommt man zu dieser Position?

Um eine Position als Netzwerkadministrator zu erreichen, gibt es mehrere Wege, die man einschlagen kann. Diese Schritte führen typischerweise dorthin:

Ausbildung

Eine IT-Ausbildung ist oft erforderlich, um als Netzwerkadministrator zu arbeiten. Einige Arbeitgeber bevorzugen auch Kandidaten mit einer Spezialisierung in Netzwerktechnologie. Prägend sind derzeit zwei Verschiebungen: Netzwerke werden zunehmend softwaredefiniert gesteuert, und die Grenze zwischen Netzwerk und Sicherheit verschwimmt. Wer beides beherrscht, hebt sich ab. Weiterbilden. Schulungen und Zertifizierungen in neuen Technologien können einem Netzwerkadministrator helfen, wettbewerbsfähig zu bleiben.

Praktische Erfahrung

Relevante praktische Erfahrung in Netzwerkinfrastruktur und in der IT-Systemadministration sind insbesondere für Senior-Positionen die wichtigste Voraussetzung. Der Einstieg gelingt meist über den IT-Support oder die Systemadministration; von dort führt der Weg über die Betreuung einzelner Netzwerksegmente zur Gesamtverantwortung. Als Netzwerkadministrator zu arbeiten.

KI im Netzwerkbetrieb: Was sich für Netzwerkadministratoren ändert

Moderne Monitoring-Plattformen bringen zunehmend KI-Funktionen mit: Sie erkennen Anomalien im Netzwerkverkehr, prognostizieren Engpässe, bevor Nutzer sie spüren, und schlagen bei Störungen mögliche Ursachen und Konfigurationsänderungen vor. Für den Netzwerkadministrator beschleunigt das die Diagnose spürbar. Die Freigabe von Änderungen am produktiven Netz bleibt jedoch seine Entscheidung, denn ein automatisch umgesetzter Fehlvorschlag kann ganze Standorte lahmlegen.

Bei der Netzwerksicherheit wirkt KI in beide Richtungen: Angreifer nutzen sie für automatisiertes Scannen und täuschend echtes Phishing, während KI-gestützte Erkennungssysteme verdächtige Muster im Datenverkehr schneller aufspüren. Der Netzwerkadministrator bleibt die Instanz, die Alarme bewertet, Fehlalarme aussortiert und im Ernstfall besonnen reagiert.

Netzwerkadministratoren, die KI-gestützte Betriebs- und Sicherheitswerkzeuge beherrschen und ihre Vorschläge fachlich einordnen können, sind damit gefragter denn je.

Ihr Headhunter für Netzwerkadministratoren

Suchen Sie nach einem ausgebildeten Netzwerkadministrator für Ihr Unternehmen? Als IT-Personalberatung unterstützen wir Sie dabei, einen qualifizierten Netzwerkadministrator zu finden. In der Vorauswahl prüfen unsere Personalberater neben der technischen Tiefe, ob jemand Störungen unter Zeitdruck strukturiert eingrenzt, denn daran zeigt sich die Eignung im Betrieb. Erste Kandidatenvorschläge erhalten Sie in der Regel innerhalb von 14 bis 30 Tagen. Senden Sie uns einfach Ihre unverbindliche Anfrage. Gern begleiten wir Sie durch den Recruiting-Prozess. Details zur Besetzung liefert der Headhunter für IT-Operations & Infrastruktur.

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