IT-Koordinator: Aufgaben, Voraussetzungen, Gehalt

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IT-Koordinatoren steuern IT-Projekte und Infrastruktur.

IT-Koordinator mit Tablet am Netzwerkschrank, Jobprofil IT-Koordinator

Das Wichtigste in Kürze

  • Rolle: Der IT-Koordinator plant, überwacht und verbessert die IT-Systeme, verwandt mit dem IT-Manager.
  • Gehalt: Im Allgemeinen 60.000 bis 80.000 Euro brutto im Jahr.
  • Rahmen: IT-Governance, ITIL, ISO 27001 und DSGVO gehören zum Alltag.

Ein IT-Koordinator plant, überwacht, wartet und verbessert die IT-Systeme eines Unternehmens, einer Organisation oder einer Behörde. Die Rolle ist mit dem IT-Manager verwandt, liegt aber meist eine Stufe darunter: Der Koordinator steuert Abläufe und Dienstleister, führt aber seltener disziplinarisch. Er ist die Schnittstelle zwischen dem IT-Bereich und verschiedenen Fachabteilungen und sorgt dafür, dass die Infrastruktur stabil und sicher läuft und zu dem passt, was das Geschäft braucht.

Welche Aufgaben ein IT-Koordinator im Einzelnen hat, was er mitbringen sollte und was er verdient, erfahren Sie hier.

IT-Koordinator: Key Facts

Nachfolgend erhalten Sie einen ersten Überblick über die Aufgaben und das Anforderungsprofil eines IT-Koordinators.

Was ist und macht ein IT-Koordinator?

Ein IT-Koordinator ist ein leitender Experte, der für die Verwaltung, Planung und Implementierung von Informationstechnologie-Systemen und -Lösungen in einer Organisation verantwortlich ist. Zu seinen Aufgaben gehören die fachliche Leitung von IT-Experten, die Überwachung von IT-Projekten, die Koordination von Systemaktualisierungen, die Zusammenarbeit mit verschiedenen Abteilungen und Dienstleistern, um den reibungslosen Betrieb von IT-Infrastrukturen zu gewährleisten, und die Identifizierung von Technologieanforderungen entsprechend den Geschäftszielen. Darüber hinaus sorgt der IT-Koordinator für die Einhaltung von Sicherheitsstandards und Richtlinien, die Schulung von Mitarbeitenden in IT-bezogenen Themen und die Budgetierung für IT-bezogene Ausgaben.

Je nach Branche und Unternehmen kann der IT-Koordinator für spezifische Bereiche verantwortlich sein, wie z.B. Support, Testmanagement oder spezielle Branchenanwendungen.

Was muss ein IT-Koordinator können?

Ein IT-Koordinator muss über fundierte technische Kenntnisse und Fähigkeiten in verschiedenen IT-Bereichen verfügen. Die erforderlichen Qualifikationen variieren je nach Branche, Schwerpunkt und Unternehmen und sind z.B. Netzwerkadministration, Systemintegration, Softwareentwicklung und IT-Sicherheit. Eine technische Berufsausbildung oder ein technisches Studium sind ebenfalls von Vorteil.

Neben dem Fachwissen zählen Projektmanagement und Organisation, denn IT-Projekte müssen geplant, umgesetzt und im Blick behalten werden. Weil der IT-Koordinator mit Abteilungen, Dienstleistern und der Geschäftsführung zu tun hat, kommt es auf Kommunikation und Teamfähigkeit an. Analytisches Denken hilft, wenn eine Störung eingegrenzt werden muss; ITIL- und IT-Management-Kenntnisse werden häufig erwartet.

Wie viel verdient ein IT-Koordinator?

Je nach Berufserfahrung, Verantwortungsumfang, Branche, Spezialisierung, Standort und Unternehmensgröße variiert das Gehalt für IT-Koordinatoren in Deutschland. Im Allgemeinen liegt das Jahresgehalt zwischen 60.000 und 80.000 Euro brutto. Den Ausschlag geben Führungsverantwortung und Budgethoheit; ohne beides liegen die Gehälter am unteren Ende der Spanne.

IT-Koordinator im Kurzüberblick: vermittelt zwischen IT und Fachbereichen, Gehalt 60.000 bis 80.000 Euro im Jahr.

Was macht ein IT-Koordinator? Aufgaben

Angesichts der stetig fortschreitenden Digitalisierung sind viele Arbeitsprozesse heute von einer störungsfreien IT abhängig. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen IT-Infrastrukturen in Unternehmen und Organisationen einwandfrei funktionieren und auf dem aktuellen Stand sein. Die Schnittstellen reichen dabei bis zu Rollen wie Software Asset Manager oder Head of IT Operations.

Ein IT-Koordinator ist verantwortlich für die Verwaltung und Koordination von IT-Aktivitäten in einer Organisation. Je nach Branche, Bereich und Unternehmen variiert der Tätigkeitsbereich eines IT-Koordinators, aber im Allgemeinen zählen die folgenden Aufgaben dazu:

  • Projektmanagement: Planung, Organisation und Überwachung von IT-Projekten, um sicherzustellen, dass sie termingerecht und innerhalb des Budgets abgeschlossen werden.

  • Systemintegration: Gewährleistung der reibungslosen Integration von neuen Technologien und Systemen in die bestehende IT-Infrastruktur.

  • Netzwerkadministration: Überwachung und Wartung von Netzwerksystemen, Servern und anderen Hardwarekomponenten, um einen stabilen und sicheren Betrieb zu gewährleisten.

  • Technischer Support: Koordination und Bereitstellung von technischem Support und Schulungen für Mitarbeitende, um ihre Fähigkeiten in der Nutzung von IT-Systemen und -Tools zu verbessern.

  • IT-Sicherheit: Implementierung und Überwachung von Sicherheitsmaßnahmen, um die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Informationen und Systemen zu schützen.

  • Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen: Koordination mit verschiedenen Abteilungen, um IT-Anforderungen zu identifizieren und geschäftsrelevante Lösungen bereitzustellen.

  • Budgetierung und Beschaffung: Verantwortung für die Budgetierung von IT-Ausgaben, die Beschaffung und Integration/Implementierung von IT-Ressourcen, einschließlich Hardware, Software und Dienstleistungen.

  • Prozesse und Richtlinien: Sicherstellung der Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und internen Richtlinien (z.B. nach ITIL) in Bezug auf IT-Systeme und -Prozesse.

  • Kontinuierliche Verbesserung: Identifizierung von Möglichkeiten zur Verbesserung der IT-Infrastruktur und Prozesse, um die Effizienz und Effektivität der Organisation zu steigern. Der IT-Koordinator ist für das regelmäßige Monitoring aller IT-Komponenten zuständig. Er überprüft diese in Hinblick auf ihre Performanz, Sicherheit, Aktualität und Wirtschaftlichkeit.

  • Testmanagement: Er ist dabei für die Organisation und Durchführung von Tests verantwortlich, bevor diese neuen Lösungen auf den Markt kommen. Bei der Überprüfung der jeweiligen Hardware- und Softwarekomponenten legt er besonderes Augenmerk auf deren Nutzerfreundlichkeit und mögliche Fehlerquellen.

Sieben Kernaufgaben des IT-Koordinators: Projekte, Integration, Netzwerke, Support, Sicherheit, Budget.

Was muss ein IT-Koordinator können? Ausbildung & Kompetenzen

Um den Beruf des IT-Koordinators zu ergreifen, sind eine entsprechende Ausbildung und eine Reihe von entscheidenden Kompetenzen erforderlich. Erfahren Sie in diesem Abschnitt mehr zum Anforderungsprofil eines IT-Koordinators:

  • Ausbildung: Eine Ausbildung im IT-Bereich wie zum Beispiel zum Fachinformatiker oder ein Studienabschluss in Informatik, Wirtschaftsinformatik oder einem verwandten Bereich bilden eine fundierte Grundlage. Aber auch ein Quereinstieg mit entsprechender Berufserfahrung ist möglich.

  • Berufserfahrung: Mehrere Jahre Erfahrung in verschiedenen IT-Rollen wie Systemadministration, Netzwerktechnik oder Softwareentwicklung sind oft notwendig, um ein breites Verständnis der IT-Landschaft zu erlangen.

  • Projektmanagement: Kenntnisse und Erfahrungen im Projektmanagement, einschließlich der Anwendung von Projektmanagement-Methoden wie Agile, Scrum oder PMI, sind für die erfolgreiche Umsetzung von IT-Projekten entscheidend.

  • Technische Kompetenzen: Je nach Einsatzbereich sind fundierte Kenntnisse in verschiedenen IT-Disziplinen wie Netzwerkadministration, Systemintegration, Softwareentwicklung und IT-Sicherheit für die effektive Koordination von IT-Aktivitäten erforderlich.

  • IT-Infrastruktur-Kenntnisse: IT-Beauftragte müssen in der Regel über ein ausgeprägtes Verständnis für IT-Komponenten verfügen. Sie müssen sich z.B. mit Cloud-Umgebungen, Anwendungssicherheit, Betriebssystemen, Netzwerkprotokollen, TCP/IP-Protokollen und LAN/WAN-Konfigurationen bestens auskennen.

  • Branchenspezifisches Fachwissen: IT-Koordinatoren müssen branchenspezifische Vorgaben und Wünsche zufriedenstellend umsetzen. Deshalb ist umfassendes Branchenwissen eine wichtige Voraussetzung für diesen Beruf. So müssen IT-Koordinatoren z.B. im Bankensektor ein ausgeprägtes Verständnis für Geschäfts- und Bezahlprozesse haben, während sie im Bereich der Logistik z.B. mit Distributionsproblematiken vertraut sein sollten.

  • Analytische Fähigkeiten: IT-Koordinatoren sollten in der Lage sein, komplexe technische Probleme zu analysieren und effektive Lösungen zu entwickeln.

  • Kommunikationsfähigkeit: Ein Fachbereich meldet ein Problem, der Dienstleister will eine technische Beschreibung, die Geschäftsführung fragt nach den Kosten. Der IT-Koordinator übersetzt zwischen allen dreien, mehrmals am Tag.

  • Teamfähigkeit: Zwischen Teams vermitteln, die unterschiedliche Prioritäten haben, und dabei selbst Teil eines Teams bleiben.

  • Organisationsfähigkeit: Beim IT-Koordinator laufen mehrere Projekte und Aufgaben parallel, und wenn ein Fachbereich dringend etwas braucht, muss sich entscheiden lassen, was warten kann.

  • IT-Governance, ITIL und Compliance: IT-Governance, Datenschutz, ITIL und Sicherheitsstandards wie ISO 27001 oder die DSGVO. Wer sie kennt, weiß, welche Vorgaben ein neues Werkzeug einhalten muss, bevor es eingeführt wird.

  • Weiterbildung: Die IT verändert sich laufend, und ein IT-Koordinator, der neue Technologien nicht einschätzen kann, kann sie auch nicht koordinieren.

Aus der TechMinds-Praxis: Fachlicher Key User statt Administrator. Eine Bauunternehmensgruppe stellte konzernweit ihre Kalkulations- und Abrechnungssoftware um. Gesucht wurde dafür kein Administrator, sondern ein Bauingenieur, Bauleiter oder Kalkulator als Key User mit Koordinationsauftrag. Der Grund war die Akzeptanz in den Fachbereichen. An ihr entscheidet sich, ob eine solche Umstellung ankommt. Der beste IT-Koordinator kommt deshalb oft aus den eigenen Reihen.

Anforderungen an IT-Koordinatoren: Projektmanagement, technische Breite, Vermittlungsstärke, Organisationstalent.

Wie viel verdient ein IT-Koordinator? Gehalt

Das Gehalt eines IT-Koordinators ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Je nach Berufserfahrung, Qualifikation, Verantwortungsbereich, Branche, Unternehmensgröße und Standort beläuft sich das durchschnittliche Bruttojahresgehalt eines IT-Koordinators auf 60.000 bis 80.000 Euro. Berufseinsteiger starten selten direkt als IT-Koordinator, sodass die Angabe eines Einstiegsgehalts entfällt.

IT-Koordinator-Gehalt: im Allgemeinen 60.000 bis 80.000 Euro brutto im Jahr.

Einordnung: In der TechMinds Gehaltsstudie IT & Engineering steht diese Rolle auf der Ebene Teamleitung im Fachbereich IT-Management. Dort lassen sich die Gehaltsspannen aller 148 Tech-Rollen vergleichen.

Wie wird man IT-Koordinator?

Um IT-Koordinator zu werden, müssen Sie eine Kombination aus Ausbildung, Berufserfahrung und Kompetenzen erwerben, die für diese Rolle erforderlich sind. Hier sind die Schritte, die Ihnen dabei helfen, IT-Koordinator zu werden:

Ausbildung

Eine IT-Berufsausbildung zum Fachinformatiker oder ein IT-Studium bilden die optimale Grundlage für den Beruf des IT-Koordinators.

Berufserfahrung

Sammeln Sie Berufserfahrung in verschiedenen IT-Rollen, wie zum Beispiel Systemadministration, Netzwerktechnik, Softwareentwicklung oder IT-Support. Dadurch erlangen Sie ein breites Verständnis der IT-Landschaft und lernen, wie verschiedene Technologien und Systeme in einer Organisation eingesetzt werden. Anschließend können Sie die Koordinator-Funktion übernehmen.

Projekte, Branche und Zusammenarbeit

Entwickeln Sie Projektmanagement-Fähigkeiten, indem Sie an IT-Projekten teilnehmen oder Projektmanagement-Kurse absolvieren. Zertifizierungen wie Project Management Professional (PMP), PRINCE2 oder Agile/Scrum Master können Ihre Kompetenzen in diesem Bereich stärken.

KI koordinieren: Was sich für den IT-Koordinator ändert

In fast jedem Fachbereich wünscht sich heute jemand ein KI-Werkzeug, und diese Wünsche landen beim IT-Koordinator. Er nimmt die Anforderung auf, prüft das Tool auf Datenschutz, Sicherheit und die Frage, ob es zur bestehenden Infrastruktur passt, und koordiniert die Einführung mit Dienstleistern und internen Teams. Fehlt diese Bündelung, entstehen Insellösungen und ungeprüfte Anwendungen, die später mit Aufwand zurückgebaut werden müssen.

Die klassischen Aufgaben verschieben sich mit. Schulungen für Mitarbeitende behandeln inzwischen auch den sicheren Umgang mit KI-Anwendungen. Richtlinien müssen im Arbeitsalltag ankommen, nicht nur im Intranet stehen. Und im Support nehmen KI-Assistenten die Standardanfragen ab, sodass für die komplizierten Fälle mehr Zeit bleibt.

Unternehmen suchen entsprechend IT-Koordinatoren, die neben Infrastruktur- und Projekterfahrung ein solides Verständnis für KI-Anwendungen mitbringen und deren Einführung strukturiert zwischen Fachbereichen, IT und Dienstleistern steuern.

Ihr Headhunter für IT-Koordinatoren

Als professionelle IT-Personalberatung stehen wir Ihnen bei Ihrer Suche nach einem kompetenten IT-Koordinator unterstützend zur Seite. In der Vorauswahl klären unsere Personalberater zuerst den Zuschnitt: Ob die Rolle vor allem koordiniert oder auch führt, entscheidet über das passende Profil und über die Vergütung. Die Qualität unserer Vorauswahl zeigt sich im Ergebnis: Jeder vierte von uns vorgestellte Kandidat erhält ein Vertragsangebot. Lassen Sie sich gerne von uns beraten. Den passenden Suchpartner dafür finden Sie im Bereich IT-Operations & Infrastruktur-Headhunter von TechMinds.

Grafiken: Die Infografiken dürfen gerne verwendet und geteilt werden. Bitte nennen Sie als Quelle diesen Beitrag oder techminds.de

Häufig gestellte Fragen zum IT-Koordinator

Eine feste Definition gibt es nicht. Gemeint ist die Rolle, bei der die Fäden zwischen Anwendern, interner IT und externen Dienstleistern zusammenlaufen, meist ohne eigene Mannschaft oder mit einer sehr kleinen. In vielen Mittelständlern, Kommunen und Schulen ist der IT-Koordinator trotzdem die zentrale IT-Instanz des Hauses, schlicht weil es sonst niemanden gibt.

Vor allem im Mandat. Ein IT-Leiter führt disziplinarisch, verantwortet Budget und Strategie und hat eine Abteilung hinter sich. Beim Koordinator fehlt das meiste davon, er steuert über Absprachen statt über Weisungen. Wächst das Team, wächst die Rolle allerdings oft in die Leitung hinein.

Der eine schraubt, der andere plant, so ließe sich das verkürzen. Der Administrator betreibt Server, Netzwerk und Benutzerkonten hands-on, während der Koordinator priorisiert und zwischen Fachbereich, Technik und Dienstleistern vermittelt. Kleine Häuser leisten sich die Trennung selten, dort macht eine Person beides.

Zwischen 60.000 und 80.000 Euro brutto im Jahr. Führungsverantwortung und Budgethoheit geben den Ausschlag. Ohne beides liegen die Gehälter am unteren Ende der Spanne.

Für Mittelständler ohne große IT-Abteilung, für Verwaltungen, Schulen und Verbände. Auch Konzerne besetzen sie, wenn ein Standort eine lokale IT-Ansprechperson zwischen zentraler IT und Belegschaft braucht.

Naheliegend sind IT-Leitung, IT-Projektmanagement oder eine Spezialisierung wie Informationssicherheit. Wer die Leitung anstrebt, sollte früh Budget- und Dienstleisterverantwortung übernehmen. Genau diese Nachweise werden bei der Besetzung von IT-Leitungsstellen nämlich abgefragt.

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