Bauingenieur: Aufgaben, Qualifikationen, Gehalt

Was macht ein BauingenieurEin Bauingenieur zählt zu der Berufsgruppe der Ingenieure und ist spezialisiert auf Bauprojekte. Ob Hoch-, Tief-, Verkehrs- oder Wasserbau: Er verantwortet Konzeption, Planung, Entwurf, Berechnung, Organisation und Verwaltung eines Bauwerks. Zudem fallen Statik, Technik, Funktionalität und Sicherheit des Bauwerks sowie der technische Umweltschutz in seinen Verantwortungsbereich. Alles, was Sie über den Beruf des Bauingenieurs – inklusive Aufgaben und Gehalt – wissen müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Bauingenieur – Beschreibung & Key Facts

Im Folgenden erhalten Sie einen ersten Überblick über das Berufsbild des Bauingenieurs.

Was macht ein Bauingenieur?

Bauingenieure übernehmen Planung, Bemessung, Kostenkalkulation, Leitung, Statik und Umwelttechnik eines Bauwerks. Je nach Fachgebiet können Bauingenieure z.B. auf folgende Bereiche spezialisiert sein:

  • Baubetrieb/ Baumanagement/ Bauleitung
  • Bauinformatik / BIM
  • konstruktiver Ingenieurbau
  • Geotechnik
  • Verkehrswesen
  • Wasserbau/Umwelttechnik
  • Facility-Management

Was muss ein Bauingenieur können?

Um den Beruf des Bauingenieurs ausüben zu können, muss ein Studium im ingenieurwissenschaftlichen Bereich abgeschlossen sein. Neben dem Studiengang Bauingenieurwesen sind auch Spezialisierungen beispielsweise in Bauinformatik oder Umwelttechnik zulässig. Zu den Kernkompetenzen gehören ein hohes technisches Verständnis sowie analytisches und systematisches Denken. Aber auch Soft Skills wie Führungskompetenz oder Kommunikationsgeschick sind für dieses Berufsbild notwendig.

Was verdient ein Bauingenieur?

Durchschnittlich kann das Gehalt eines Bauingenieurs bei 55.000 Euro im Jahr liegen. Bei entsprechender Berufserfahrung sind Jahresbruttogehälter ab 65.000 Euro möglich. Als Bauleiter oder Senior Projektleiter sind aber auch wesentlich höhere Gehälter realistisch.

Jobbeschreibung des Bauingenieurs

Was macht man als Bauingenieur? Aufgaben

Bauingenieure sind maßgeblich an der Entwicklung der wirtschaftlichen Infrastruktur beteiligt. Ob Industrieanlagen, Tunnel oder Wohnanlagen: Bei ihren Bauwerken liegt der Fokus stets auf Sicherheit und Wirtschaftlichkeit. Zu ihrem vielfältigen Aufgabengebiet gehört unter anderem die Bauplanung, die Kostenkalkulation, die Koordination des Bauvorhabens, die Einhaltung der Bauvorschriften und Normenwerken sowie die Verwaltung des Bauwerks.

Zudem ist ein Bauingenieur für die Kooperation mit Architekten, Stadtplanern und Behörden sowie die Umsetzung des technischen Umweltschutzes, wie Schadstoffuntersuchungen, Lärm-, Boden- und Gewässerschutz, zuständig. Aber auch die EDV, der Umgang mit spezieller Bausoftware, die Digitalisierung in der Bauindustrie und Building Information Modeling (BIM) spielen zunehmend eine größere Rolle.

Die exakten Aufgaben des Bauingenieurs sind immer von seinem jeweiligen Fachgebiet und möglichen weiteren Spezialisierung abhängig. Sie können grundsätzlich in folgende Fachrichtungen eingeteilt werden:

Baubetrieb/Baumanagement/Bauleitung

Der Schwerpunkt Baubetrieb/Baumanagement/Bauleitung umfasst die Planung, Projektentwicklung, Prozessplanung, Finanzierung und Kostenkalkulation sowie die Bauausführung und Projektrealisierung. Ziel ist dabei die Koordination und Betreuung eines Bauprojekts mitsamt seinen technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Zusammenhängen. Zudem plant der Bauingenieur den Einsatz von Geräten und Personal und stellt das Bauprogramm auf.

Bauinformatik / BIM

Bauinformatik ist ein Fachgebiet des Bauingenieurwesens. BIM Engineers bzw. Bauinformatiker befassen sich dabei mit essenziellen informatorischen Grundlagen für die Planung von Bauvorhaben, der Bauwirtschaft oder -verwaltung. Ziel ist es, Lösungsmöglichkeiten aus dem Bereich der Informatik für das Bau- und Umweltingenieurwesen zu entwickeln. Auch die Erstellung, Entwicklung oder Anpassung entsprechender Bausoftware sind Teil dieses Tätigkeitsbereiches. Im Zuge der digitalen Transformation der Baubranche kommen zunehmend Building Information Modeling (BIM) Software-Lösungen zum Einsatz.

Konstruktiver Ingenieurbau

Bauingenieure mit diesem Schwerpunkt konzentrieren sich auf die Statik, Konstruktion und Bemessung von Tragwerken.

Fundiertes Wissen in …

  • Baustatik,
  • Bauphysik,
  • Baudynamik,
  • Wärmeschutz,
  • Brandschutz,
  • Massivbau,
  • Stahlbau und
  • Holzbau

… muss in diesem Fachgebiet vorhanden sein. Zudem müssen sie Faktoren wie Tragfähigkeit, Lebensdauer und Gebrauchstauglichkeit bei Bauprojekten berücksichtigen und dementsprechend geeignete Baustoffe wählen.

Geotechnik

Geotechnik ist eine junge Ingenieursdisziplin, die Elemente aus Bauingenieurwesen, Bergbau und Geowissenschaften vereint. Experten in diesem Fachgebiet sind spezialisiert auf Untergründe – insbesondere auf das Verhältnis der technischen Eigenschaften des Baugrundes zum Bauwerk. Um in diesem Fachbereich als Bauingenieur arbeiten zu können, sind Kenntnisse in Fels- und Bodenmechanik, Fels- und Bergbau, Tunnelbau sowie Erd- und Dammbau unbedingt notwendig.

Verkehrswesen

Bauingenieure im Verkehrswesen planen, entwerfen und konstruieren Anlagen für den Straßen-, Schienen-, Wasser- und Luftverkehr. Zudem sind sie für Instandsetzung, Erhaltung, Sanierung oder Abbruch von baulichen Anlagen der Verkehrsinfrastruktur zuständig. Sie überwachen die ordnungsgemäße Bauausführung und haben die Leitung sämtlicher Baumaßnahmen inne. Zusätzlich obliegt ihnen die Raum- und Verkehrsplanung im Städtebau.

Wasserbau/Umwelttechnik

Im Fachgebiet Wasserbau beschäftigen sich Bauingenieure mit der Wasserwirtschaft: Sie sind für die Planung und den Bau von Bauwerken zum Zweck der Wasserversorgung, Abwasserentsorgung und Erdgasversorgung zuständig. Auch der Hochwasserschutz, der Bau von Kläranlagen, die Oberflächenentwässerung oder der Bau von Hafenanlagen können je nach Einsatzgebiet Aufgaben sein. Der Bereich der Umwelttechnik ist zudem eng verbunden mit dem Wasserbau. Themen wie Verbesserung der Wasserqualität, Angelegenheiten der Siedlungswasserwirtschaft oder die nachhaltige Nutzung von Wasser stehen hier an erster Stelle.

Facility-Management

Facility-Management ist ein relativ neues Berufsfeld für Bauingenieure. Dabei handelt es sich um die ökonomische und ökologische Bewirtschaftung von Gebäuden, Liegenschaften und Immobilien. Zudem ist ein Bauingenieur in diesem Bereich für effektive Flächennutzungen und Ressourceneinteilungen, sowie der Entwicklung nachhaltiger Immobilien und der Sicherheit von Anlagen zuständig.

Was macht ein Bauingenieur?

Was muss ein Bauingenieur können? Ausbildung & Qualifikationen

Um als Bauingenieur arbeiten zu können, wird ein Abschluss in einem ingenieurwissenschaftlichen Studium (Universität oder Fachhochschule) vorausgesetzt. Dabei kann entweder der Studiengang Bauingenieurwesen oder eine Spezialisierung wie beispielsweise Bauinformatik oder Geotechnik gewählt werden.

Analytisches und logisches Denkvermögen, Begeisterung für Technik, Mathematik und Physik, hohe Konzentrationsfähigkeit und verantwortungsbewusstes Handeln sind Voraussetzungen für dieses Berufsbild. Zudem sind folgende Qualifikationen notwendig:

  • versierter Umgang mit Informationstechnik
  • hohes technisches Verständnis
  • analytisches und systematisches Denken
  • wirtschaftliches Denken und Handeln
  • Eigenverantwortung und motiviertes Arbeiten (Selbstmanagement)
  • Kreativität und innovatives Vorgehen
  • sicherer Umgang mit Zahlen und EDV
  • Interesse an stetigen Weiterbildungen
  • Soft Skills: Kommunikationstalent, Teamfähigkeit, Führungskompetenz

Bauingenieure arbeiten in zahlreichen Bereichen. Ob in Baufirmen, in Ingenieur- oder Vermessungsbüros, im öffentlichen Dienst, bei Immobilienverwaltung oder als Selbständiger – die Einsatzbereiche sind vielfältig.

Was muss ein Bauingenieur können?

Bauingenieur – Gehalt

Das Durchschnittsgehalt eines Bauingenieurs liegt zwischen 50.000 und 63.000 Euro brutto im Jahr. Erfahrene Bauingenieure können mit einem Gehalt ab 65.000 Euro rechnen und in Führungspositionen (z.B. als Bauleiter oder Senior Projektleiter) auch wesentlich höhere Gehälter beziehen.

Wie viel verdient ein Bauingenieur?

Wie wird man Bauingenieur?

Um als Bauingenieur arbeiten zu können, benötigt es ein abgeschlossenes ingenieurwissenschaftliches Studium und ein hohes Maß an Verantwortung für Mensch und Umwelt. Bauingenieure sind sehr gefragt auf dem Stellenmarkt. Je nach Fachgebiet und Spezialisierung gibt es ein hohes Potential zur beruflichen Weiterentwicklung. Auch der Wandel zur Digitalisierung in der Bauindustrie boomt (z.B. mittels BIM) – vermehrt wird nach Experten in diesem Bereich gesucht.

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Florenz Klasen | TechMinds Personalberatung Team

AUTOR DES BEITRAGS

Florenz Klasen

Der gebürtige Hamburger, Florenz Klasen, studierte Wirtschaftsingenieurwesen in Hamburg und Birmingham. Zunächst arbeitete Herr Klasen im internationalen Tech-Konzern NXP und als IT-Unternehmer in einem App-Startup, wo er Teams zum Erfolg führte.

Herr Klasen ist bei TechMinds seit 2018 Ihr primärer Ansprechpartner für Ihre Personalsuche, ob Personalvermittlung von Führungskräften für IT & Tech oder die Fachkräftevermittlung. TechMinds ist die Tech & IT Personalvermittlung und spezialisierter Tech & IT Headhunter mit Boutique-Charakter.

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