Vice President (VP): Berufsbild, Aufgaben, Gehalt

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Der VP führt einen Unternehmensbereich strategisch.

Vice President (VP)

Das Wichtigste in Kürze

  • Einordnung: Der Vice President führt einen Geschäftsbereich und berichtet direkt ans C-Level.
  • Gehalt: Üblich sind 150.000 bis 220.000 Euro, in Konzernen und international auch darüber.
  • Erwartung: Mindestens zehn Jahre Berufserfahrung sind in der Regel Voraussetzung.

Der Vice President (kurz: VP) ist eine Führungskraft in einem Unternehmen, meist verantwortlich für einen bestimmten Geschäftsbereich. Er berichtet an das C-Level-Management und damit in der Regel direkt dem COO oder CEO. Was genau dazugehört, hängt vom Haus ab. Gemeinsam ist allen Zuschnitten, dass an dieser Stelle über Wachstum entschieden wird. In deutschen Unternehmen findet sich der Titel vor allem in größeren, international ausgerichteten Firmen und Konzernen, insbesondere in der Tech- und Digitalbranche.

Vice President: Kurzüberblick & Key Facts

Für einen ersten Einblick haben wir im Folgenden die wichtigsten Aspekte rund um den Beruf des Vice President zusammengefasst.

Was ist und macht ein Vice President?

Der Vice President gehört zum Top-Management und berichtet an die C-Suite. Meist berichtet er direkt an den CEO.

Die genauen Aufgaben und Verantwortlichkeiten können je nach Organisation variieren, aber im Allgemeinen ist der Vice President für die Leitung bestimmter Geschäftsbereiche wie z.B. Marketing, Finanzen oder Vertrieb verantwortlich. Ein Vice President setzt innerhalb seines Bereichs Richtlinien und Strategien fest, die dazu führen sollen, die Unternehmensziele zu erreichen.

Er plant und leitet die Abläufe seines Bereichs. Nach außen vertritt er das Unternehmen, etwa auf Fachkonferenzen. Grundsätzlich hängen die genauen Tätigkeiten eines Vice President aber sehr stark davon ab, in welchem Bereich er beschäftigt ist. Generell haben Vice Presidents einen großen Einfluss auf die Richtung und das Wachstum des Unternehmens oder der Organisation, für die sie arbeiten.

Der Titel des Vice Presidents kann konkretisiert werden: In den meisten Organisationen werden spezifischere Bezeichnungen wie Vice President Sales oder Vice President Global HR verwendet, um die Zuständigkeiten eines Vice President klarer zu definieren. Sollten in einem Unternehmen mit mehreren Vice Presidents weitere Hierarchiestufen eingeführt werden, sorgen die Zusätze Senior und Executive für Klarheit: Ein Senior Vice President (SVP) steht über dem VP, ein Executive Vice President (EVP) ist in der Regel der ranghöchste Vice President.

Was muss ein Vice President können?

Ein Vice President braucht mehrere Dinge gleichzeitig, und er muss sie verbinden können. Als Vice President muss er ein Team führen und strategisch entscheiden können, und er muss verständlich machen, warum er so entschieden hat, intern wie nach außen. Dazu kommt der analytische Blick: Eine komplexe Lage muss er so weit durchdringen, dass er sie auf Daten und nicht auf Bauchgefühl allein stützen kann.

Darüber hinaus ist wichtig, dass er sich an Veränderungen anpasst und Innovation fördern kann, um die Organisation oder das Unternehmen im Wettbewerbsumfeld erfolgreich zu positionieren. Ohne mehrjährige Branchenkenntnis geht es nicht. Wer den Markt nicht kennt, entscheidet im Blindflug und das Vertrauen von Mitarbeitenden, Stakeholdern und Kunden zu gewinnen.

Wie viel verdient ein Vice President?

Was ein Vice President verdient, hängt vor allem vom Verantwortungsbereich und der Unternehmensgröße ab. Durchschnittlich verdient der Vice President in Deutschland rund 185.000 Euro brutto pro Jahr, üblich ist eine Spanne von 150.000 bis 220.000 Euro. In Konzernen und bei internationaler Verantwortung liegen die Gesamtpakete darüber. Dabei ist es üblich, dass das Gehalt des Vice Presidents variable Anteile und Leistungen wie Aktienoptionen, Dienstwagen sowie andere Vergünstigungen enthält.

Vice President im Kurzüberblick: führt seinen Bereich auf Executive-Ebene, Durchschnittsgehalt 185.000 Euro.

Was macht ein Vice President? Aufgaben

Die Aufgaben eines Vice President hängen vom jeweiligen Verantwortungsbereich und der Unternehmensgröße ab. Typischerweise führt ein VP eine Business Unit oder einen Funktionsbereich. Er verantwortet Budget und Personal, wird an der Performance gemessen, gestaltet strategische Initiativen mit und berichtet direkt an das C-Level, häufig an CEO, COO oder CTO.

Vice Presidents werden im deutschsprachigen Raum gerne auch als Leiter Business Unit bezeichnet, da sie in der Regel eine Business Unit bzw. eine Abteilung leiten und für diese in ihrer Gesamtheit verantwortlich sind.

Hauptaufgabe ist die strategische Ausrichtung und Erreichung der gesetzten Ziele in seinem Verantwortungsbereich. Zu den grundsätzlichen Aufgaben des Vice President gehören die folgenden:

  • Strategische Planung: Ein Vice President ist gemeinsam mit anderen VPs und dem C-Level-Management an der Entwicklung und Umsetzung von langfristigen Strategien und Zielen beteiligt, die auf die Erfüllung der Unternehmens- oder Organisationsziele abzielen.

  • Führung und Management: Vice Presidents führen und managen Teams, Abteilungen oder Geschäftsbereiche und sind verantwortlich für die Leistung und Effizienz ihrer jeweiligen Einheiten. Der Vice President ist dabei für die Einstellung, Weiterentwicklung und Führung von Personal verantwortlich, insbesondere für Führungskräfte der nächsten Führungsebene in seinem Verantwortungsbereich.

  • Entscheidungsfindung und Kommunikation: Sie treffen wichtige Entscheidungen in Bezug auf Budgets, Ressourcenallokation, Personalentscheidungen und Geschäftsprioritäten. Vice Presidents kommunizieren regelmäßig mit anderen Führungskräften, Mitarbeitenden, Stakeholdern und Kunden, um Informationen auszutauschen, Beziehungen aufzubauen und strategische Partnerschaften zu fördern.

  • Budgetverantwortung: Der Vice President arbeitet eng mit dem Finance-Bereich zusammen, um Budgets zu erstellen und finanzielle Ziele zu erreichen.

  • Innovation und Veränderungsmanagement: Sie fördern Innovation, entwickeln neue Ideen und treiben Veränderungen voran, um den Erfolg der Organisation oder des Unternehmens in einer sich ständig verändernden Umgebung zu gewährleisten. Der Vice President ist für die Implementierung von Unternehmensstrategien, Zielen und Aktivitäten sowie die kontinuierliche Prozessoptimierung und -automatisierung verantwortlich.

  • Kollaboration und Repräsentation: Der Vice President ist für die Pflege von Beziehungen zu anderen Geschäftsbereichen, externen Partnern, Kunden und anderen wichtigen Interessengruppen verantwortlich. In einigen Unternehmen kann der Vice President auch als stellvertretender CEO fungieren und bei Bedarf den CEO vertreten.

  • Problemlösung und Analyse: Sie analysieren komplexe Situationen, identifizieren Risiken und Chancen und entwickeln Lösungen, um die Herausforderungen erfolgreich zu bewältigen und das Wachstum der Organisation zu fördern.

  • Überwachung und Berichterstattung: Vice Presidents überwachen die Fortschritte und Leistungen ihrer Abteilungen oder Geschäftsbereiche und berichten regelmäßig an höhere Führungsebenen oder Aufsichtsgremien.

  • Compliance und Regulierung: In manchen Branchen sorgt der Vice President dafür, dass gesetzliche Vorschriften und branchenspezifische Richtlinien eingehalten werden.

Aus der TechMinds-Praxis: Bereichsleitung mit Ergebnisverantwortung. Ein Softwareanbieter suchte einen Vice President Sales mit eigenem Neukundenteam, der an einen Executive Vice President berichtet. Die Position haben wir besetzt. Im deutschen Mittelstand steht der VP-Titel für eine Bereichsleitung mit Ergebnisverantwortung, meist in international geprägten Organisationen. Kandidaten lesen ihn allerdings unterschiedlich. Erklären Sie in der Ausschreibung, wofür er bei Ihnen steht.

Sieben Kernaufgaben des Vice Presidents: Strategie, Führung, Entscheidungen, Budget, Innovation, Performance.

Was muss ein Vice President können? Ausbildung & Qualifikationen

Ein einheitliches Anforderungsprofil gibt es nicht. Zu unterschiedlich sind die Zuschnitte. Im Allgemeinen erwarten Arbeitgeber jedoch, dass Vice Presidents über folgende Fähigkeiten und Qualifikationen verfügen:

  • Hochschulabschluss: In den meisten Fällen wird von VPs erwartet, dass sie einen Hochschulabschluss (z.B. Bachelor oder Master) in einem relevanten Fachgebiet haben, wie Betriebswirtschaft, Finanzen, Marketing, Ingenieurwesen oder einem anderen, je nach Branche und Bereich.

  • Berufserfahrung: Vice Presidents sollten mehrjährige Berufserfahrung in ihrem jeweiligen Fachgebiet oder in verwandten Bereichen aufweisen. In der Regel haben sie eine erfolgreiche Karriere in verschiedenen Positionen mit zunehmender Verantwortung durchlaufen, bevor sie die Rolle des Vice Presidents übernehmen. Mindestens 10 Jahre Berufserfahrung werden in der Regel erwartet.

  • Führungserfahrung: Da VPs in einer Führungsposition sind, ist es wichtig, dass sie nachweisliche Erfahrungen in der Führung von Teams, Projekten oder Abteilungen vorweisen können. Sie müssen in der Lage sein, Mitarbeitende zu motivieren, zu inspirieren und zu führen.

  • Branchenkenntnisse: Um fundierte Entscheidungen zu treffen und das Vertrauen von Mitarbeitenden, Stakeholdern und Kunden zu gewinnen, sollten Vizepräsidenten über fundierte Kenntnisse der Branche und/oder dem Geschäftsbereich verfügen, in welchen sie tätig sind.

  • Soft Skills: Neben der formalen Ausbildung und Erfahrung sind Soft Skills wie Kommunikationsfähigkeit, Problemlösungskompetenz, Anpassungsfähigkeit, Empathie und Teamarbeit entscheidend für den Erfolg eines Vice Presidents.

Anforderungen an Vice Presidents: Executive-Track-Record, Führungserfahrung, Branchenkenntnisse, Strategie.

Wie viel verdient ein Vice President? Gehalt

Das Gehalt eines Vice President hängt stark von Faktoren wie der Erfahrung, dem Verantwortungsbereich, der Branche, dem Standort sowie der Größe des Unternehmens ab. Je größer ein Unternehmen und je mehr Verantwortung der Vice President hat, desto höher ist in der Regel das Gehalt. In Deutschland verdienen Vice Presidents typischerweise zwischen 150.000 und 220.000 Euro brutto pro Jahr, im Durchschnitt rund 185.000 Euro. Damit bewegt sich der VP auf Augenhöhe mit dem IT Director, in der Hierarchie eine Stufe unter dem C-Level. In Konzernen mit internationaler Ausrichtung gehen die Gesamtpakete auch über die 220.000 Euro hinaus, dann mit erheblichen variablen Anteilen. Hinzu kommen je nach Unternehmen Aktienoptionen oder ein Dienstwagen.

Vice-President-Gehalt: 150.000 bis 220.000 Euro brutto im Jahr, Durchschnitt 185.000 Euro, in Konzernen darüber.

Einordnung: In der TechMinds Gehaltsstudie IT & Engineering steht diese Rolle auf der Ebene Director/VP im Fachbereich Allgemeines Management. Dort lassen sich die Gehaltsspannen aller 147 Tech-Rollen vergleichen.

Wie wird man Vice President?

Der Weg zum Vice President führt meist über Stationen als Teamleiter, Abteilungsleiter oder Director. Wer in Transformationsprojekten Verantwortung übernommen, Erfolge nachweislich erzielt und unternehmerisch gehandelt hat, qualifiziert sich für den Schritt ins Top-Management.

Erwerb relevanter Berufserfahrung

Erwartet wird lange Erfahrung, meist im eigenen Haus oder zumindest in derselben Branche. Quereinstiege auf dieser Ebene sind selten. In der Regel müssen Bewerber mindestens 10 Jahre Erfahrung, u.a. in leitenden Positionen, haben, um als Vice President in Betracht gezogen zu werden.

Bildung und Zertifizierung

Ein Bachelor- oder Master-Abschluss in einem relevanten Fachbereich wie Betriebswirtschaft, Finanzen oder MINT kann bei der Suche nach einer Position als Vice President helfen. Zusätzliche relevante Zertifizierungen oder ein höherer Abschluss wie ein MBA können auch von Vorteil sein.

Headhunter

Positionen auf dieser Ebene werden selten öffentlich ausgeschrieben, weshalb ein tragfähiges Netzwerk aus Kontakten und Mentoren den Weg deutlich erleichtert. Bewerbungen laufen ansonsten über die Karriereseite des Unternehmens oder über Personalberater. Daher lohnt es sich oftmals, Kontakt zu qualifizierten Headhuntern für Führungskräfte zu halten.

Der Weg verläuft selten geradlinig. Wer schneller nach oben will, wechselt irgendwann das Haus, weil intern der nächste Schritt fehlt. Eine Kombination von hervorragenden Fähigkeiten, relevanten Erfahrungen und Netzwerk kann jedoch den Weg ebnen, um eine Position als Vice President zu erreichen.

KI in der Bereichsleitung: Was sich für Vice Presidents ändert

Während der Vorstand oder die Geschäftsführung die KI-Strategie des Gesamtunternehmens setzt, ist der Vice President die Ebene, auf der sie Wirklichkeit wird: Er verantwortet, welche KI-Anwendungen in seinem Geschäftsbereich eingeführt werden, priorisiert die Anwendungsfälle nach Geschäftswert und stellt Budget und Personal dafür bereit. Die im Aufgabenprofil verankerte Prozessoptimierung und -automatisierung bekommt damit ein neues Werkzeugset, von automatisierten Routineprozessen bis zu KI-gestützten Analysen für die Bereichssteuerung.

Zugleich verändert KI die Steuerung selbst: Forecasts, Auslastungsplanung und Performance-Reporting im Bereich werden zunehmend von KI-Modellen unterstützt, was schnellere und datenbasierte Entscheidungen ermöglicht, aber auch verlangt, deren Grenzen einschätzen zu können. Und als Führungskraft der nächsten Führungsebene prägt der VP, wie seine Abteilungsleiter und Teams mit KI arbeiten: Er sorgt für Qualifizierung, definiert Leitplanken für den verantwortungsvollen Einsatz und nimmt Vorbehalte in der Organisation ernst.

In Executive-Search-Mandaten zeigt sich entsprechend: Nachweisbare Erfahrung darin, einen Geschäftsbereich durch eine KI- oder Digitalisierungstransformation geführt zu haben, gehört inzwischen zu den stärksten Differenzierungsmerkmalen von VP-Kandidaten.

Ihr Headhunter für Vice Presidents

Als Personalberatung für Führungskräfte unterstützen wir Sie bei der Suche nach dem passenden Vice President für Ihr Unternehmen. Erste Kandidaten stellen wir Ihnen meist innerhalb von 30 Tagen vor. Auf dieser Ebene entscheidet weniger die Geschwindigkeit als die Treffsicherheit. Als Executive-Search-Headhunter begleiten wir die Suche von der Anforderungsklärung bis zur Vertragsunterschrift. Details zur Besetzung liefert der Headhunter Führungskräfte.

Grafiken: Die Infografiken dürfen gerne verwendet und geteilt werden. Bitte nennen Sie als Quelle diesen Beitrag oder techminds.de

Häufig gestellte Fragen zum Vice President

Vice President, mehr steckt nicht dahinter. Die wörtliche Übersetzung Vizepräsident führt allerdings in die Irre, denn gemeint ist keine Stellvertretung, sondern eine eigenständige Führungsrolle unterhalb des C-Levels.

Zwischen Director und C-Level. Ein Director führt eine Abteilung, der VP mehrere davon. Darüber sitzen dann Senior Vice President und Executive Vice President, sofern das Unternehmen diese Ebenen überhaupt hat. Vorsicht bei amerikanischen Banken: Dort tragen auch erfahrene Fachkräfte ohne nennenswerte Führungsspanne den Titel.

Zwischen 150.000 und 220.000 Euro brutto im Jahr, der Durchschnitt liegt bei rund 185.000 Euro und damit auf Director-Niveau. In Konzernen mit internationaler Verantwortung geht es auch darüber hinaus, dann freilich mit erheblichen variablen Anteilen.

Der Zuschnitt. Ein SVP führt meist mehrere VP-Bereiche oder gleich eine ganze Region. In kleineren Unternehmen fehlt diese Zwischenebene ohnehin.

Formal meist nicht, denn Organvertreter sind Geschäftsführung oder Vorstand. Faktisch sitzt er trotzdem mit am Tisch, weil er über Budget, Personal und Strategie seines Bereichs entscheidet. Wenn Sie eine VP-Position prüfen, sollten Sie deshalb weniger auf den Titel schauen als darauf, was die Rolle tatsächlich entscheiden darf.

VP Engineering, VP Sales, VP Product und VP Operations begegnen uns in Besetzungsprojekten am häufigsten. Softwareunternehmen richten diese Ebene erfahrungsgemäß ab etwa 150 Mitarbeitenden ein. Vorher schafft der CTO die Führung der Teams noch selbst, danach schlicht nicht mehr.

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