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Inhaltsverzeichnis
- Vice President: Kurzüberblick & Key Facts
- Was macht ein Vice President? Aufgaben
- Was muss ein Vice President können? Ausbildung & Qualifikationen
- Wie viel verdient ein Vice President? Gehalt
- Wie wird man Vice President?
- KI in der Bereichsleitung: Was sich für Vice Presidents ändert
- Ihr Headhunter für Vice Presidents
- Häufig gestellte Fragen zum Vice President
Das Wichtigste in Kürze
Der Vice President (kurz: VP) ist eine Führungskraft in einem Unternehmen, meist verantwortlich für einen bestimmten Geschäftsbereich. Er berichtet an das C-Level-Management und damit in der Regel direkt dem COO oder CEO. Was genau dazugehört, hängt vom Haus ab. Gemeinsam ist allen Zuschnitten, dass an dieser Stelle über Wachstum entschieden wird. In deutschen Unternehmen findet sich der Titel vor allem in größeren, international ausgerichteten Firmen und Konzernen, insbesondere in der Tech- und Digitalbranche.
Vice President: Kurzüberblick & Key Facts
Für einen ersten Einblick haben wir im Folgenden die wichtigsten Aspekte rund um den Beruf des Vice President zusammengefasst.
Was ist und macht ein Vice President?
Der Vice President gehört zum Top-Management und berichtet an die C-Suite. Meist berichtet er direkt an den CEO.
Die genauen Aufgaben und Verantwortlichkeiten können je nach Organisation variieren, aber im Allgemeinen ist der Vice President für die Leitung bestimmter Geschäftsbereiche wie z.B. Marketing, Finanzen oder Vertrieb verantwortlich. Ein Vice President setzt innerhalb seines Bereichs Richtlinien und Strategien fest, die dazu führen sollen, die Unternehmensziele zu erreichen.
Er plant und leitet die Abläufe seines Bereichs. Nach außen vertritt er das Unternehmen, etwa auf Fachkonferenzen. Grundsätzlich hängen die genauen Tätigkeiten eines Vice President aber sehr stark davon ab, in welchem Bereich er beschäftigt ist. Generell haben Vice Presidents einen großen Einfluss auf die Richtung und das Wachstum des Unternehmens oder der Organisation, für die sie arbeiten.
Der Titel des Vice Presidents kann konkretisiert werden: In den meisten Organisationen werden spezifischere Bezeichnungen wie Vice President Sales oder Vice President Global HR verwendet, um die Zuständigkeiten eines Vice President klarer zu definieren. Sollten in einem Unternehmen mit mehreren Vice Presidents weitere Hierarchiestufen eingeführt werden, sorgen die Zusätze Senior und Executive für Klarheit: Ein Senior Vice President (SVP) steht über dem VP, ein Executive Vice President (EVP) ist in der Regel der ranghöchste Vice President.
Was muss ein Vice President können?
Ein Vice President braucht mehrere Dinge gleichzeitig, und er muss sie verbinden können. Als Vice President muss er ein Team führen und strategisch entscheiden können, und er muss verständlich machen, warum er so entschieden hat, intern wie nach außen. Dazu kommt der analytische Blick: Eine komplexe Lage muss er so weit durchdringen, dass er sie auf Daten und nicht auf Bauchgefühl allein stützen kann.
Darüber hinaus ist wichtig, dass er sich an Veränderungen anpasst und Innovation fördern kann, um die Organisation oder das Unternehmen im Wettbewerbsumfeld erfolgreich zu positionieren. Ohne mehrjährige Branchenkenntnis geht es nicht. Wer den Markt nicht kennt, entscheidet im Blindflug und das Vertrauen von Mitarbeitenden, Stakeholdern und Kunden zu gewinnen.
Wie viel verdient ein Vice President?
Was ein Vice President verdient, hängt vor allem vom Verantwortungsbereich und der Unternehmensgröße ab. Durchschnittlich verdient der Vice President in Deutschland rund 185.000 Euro brutto pro Jahr, üblich ist eine Spanne von 150.000 bis 220.000 Euro. In Konzernen und bei internationaler Verantwortung liegen die Gesamtpakete darüber. Dabei ist es üblich, dass das Gehalt des Vice Presidents variable Anteile und Leistungen wie Aktienoptionen, Dienstwagen sowie andere Vergünstigungen enthält.

Was macht ein Vice President? Aufgaben
Die Aufgaben eines Vice President hängen vom jeweiligen Verantwortungsbereich und der Unternehmensgröße ab. Typischerweise führt ein VP eine Business Unit oder einen Funktionsbereich. Er verantwortet Budget und Personal, wird an der Performance gemessen, gestaltet strategische Initiativen mit und berichtet direkt an das C-Level, häufig an CEO, COO oder CTO.
Vice Presidents werden im deutschsprachigen Raum gerne auch als Leiter Business Unit bezeichnet, da sie in der Regel eine Business Unit bzw. eine Abteilung leiten und für diese in ihrer Gesamtheit verantwortlich sind.
Hauptaufgabe ist die strategische Ausrichtung und Erreichung der gesetzten Ziele in seinem Verantwortungsbereich. Zu den grundsätzlichen Aufgaben des Vice President gehören die folgenden:

Was muss ein Vice President können? Ausbildung & Qualifikationen
Ein einheitliches Anforderungsprofil gibt es nicht. Zu unterschiedlich sind die Zuschnitte. Im Allgemeinen erwarten Arbeitgeber jedoch, dass Vice Presidents über folgende Fähigkeiten und Qualifikationen verfügen:

Wie viel verdient ein Vice President? Gehalt
Das Gehalt eines Vice President hängt stark von Faktoren wie der Erfahrung, dem Verantwortungsbereich, der Branche, dem Standort sowie der Größe des Unternehmens ab. Je größer ein Unternehmen und je mehr Verantwortung der Vice President hat, desto höher ist in der Regel das Gehalt. In Deutschland verdienen Vice Presidents typischerweise zwischen 150.000 und 220.000 Euro brutto pro Jahr, im Durchschnitt rund 185.000 Euro. Damit bewegt sich der VP auf Augenhöhe mit dem IT Director, in der Hierarchie eine Stufe unter dem C-Level. In Konzernen mit internationaler Ausrichtung gehen die Gesamtpakete auch über die 220.000 Euro hinaus, dann mit erheblichen variablen Anteilen. Hinzu kommen je nach Unternehmen Aktienoptionen oder ein Dienstwagen.

Einordnung: In der TechMinds Gehaltsstudie IT & Engineering steht diese Rolle auf der Ebene Director/VP im Fachbereich Allgemeines Management. Dort lassen sich die Gehaltsspannen aller 147 Tech-Rollen vergleichen.
Wie wird man Vice President?
Der Weg zum Vice President führt meist über Stationen als Teamleiter, Abteilungsleiter oder Director. Wer in Transformationsprojekten Verantwortung übernommen, Erfolge nachweislich erzielt und unternehmerisch gehandelt hat, qualifiziert sich für den Schritt ins Top-Management.
Erwerb relevanter Berufserfahrung
Erwartet wird lange Erfahrung, meist im eigenen Haus oder zumindest in derselben Branche. Quereinstiege auf dieser Ebene sind selten. In der Regel müssen Bewerber mindestens 10 Jahre Erfahrung, u.a. in leitenden Positionen, haben, um als Vice President in Betracht gezogen zu werden.
Bildung und Zertifizierung
Ein Bachelor- oder Master-Abschluss in einem relevanten Fachbereich wie Betriebswirtschaft, Finanzen oder MINT kann bei der Suche nach einer Position als Vice President helfen. Zusätzliche relevante Zertifizierungen oder ein höherer Abschluss wie ein MBA können auch von Vorteil sein.
Headhunter
Positionen auf dieser Ebene werden selten öffentlich ausgeschrieben, weshalb ein tragfähiges Netzwerk aus Kontakten und Mentoren den Weg deutlich erleichtert. Bewerbungen laufen ansonsten über die Karriereseite des Unternehmens oder über Personalberater. Daher lohnt es sich oftmals, Kontakt zu qualifizierten Headhuntern für Führungskräfte zu halten.
Der Weg verläuft selten geradlinig. Wer schneller nach oben will, wechselt irgendwann das Haus, weil intern der nächste Schritt fehlt. Eine Kombination von hervorragenden Fähigkeiten, relevanten Erfahrungen und Netzwerk kann jedoch den Weg ebnen, um eine Position als Vice President zu erreichen.
KI in der Bereichsleitung: Was sich für Vice Presidents ändert
Während der Vorstand oder die Geschäftsführung die KI-Strategie des Gesamtunternehmens setzt, ist der Vice President die Ebene, auf der sie Wirklichkeit wird: Er verantwortet, welche KI-Anwendungen in seinem Geschäftsbereich eingeführt werden, priorisiert die Anwendungsfälle nach Geschäftswert und stellt Budget und Personal dafür bereit. Die im Aufgabenprofil verankerte Prozessoptimierung und -automatisierung bekommt damit ein neues Werkzeugset, von automatisierten Routineprozessen bis zu KI-gestützten Analysen für die Bereichssteuerung.
Zugleich verändert KI die Steuerung selbst: Forecasts, Auslastungsplanung und Performance-Reporting im Bereich werden zunehmend von KI-Modellen unterstützt, was schnellere und datenbasierte Entscheidungen ermöglicht, aber auch verlangt, deren Grenzen einschätzen zu können. Und als Führungskraft der nächsten Führungsebene prägt der VP, wie seine Abteilungsleiter und Teams mit KI arbeiten: Er sorgt für Qualifizierung, definiert Leitplanken für den verantwortungsvollen Einsatz und nimmt Vorbehalte in der Organisation ernst.
In Executive-Search-Mandaten zeigt sich entsprechend: Nachweisbare Erfahrung darin, einen Geschäftsbereich durch eine KI- oder Digitalisierungstransformation geführt zu haben, gehört inzwischen zu den stärksten Differenzierungsmerkmalen von VP-Kandidaten.
Ihr Headhunter für Vice Presidents
Als Personalberatung für Führungskräfte unterstützen wir Sie bei der Suche nach dem passenden Vice President für Ihr Unternehmen. Erste Kandidaten stellen wir Ihnen meist innerhalb von 30 Tagen vor. Auf dieser Ebene entscheidet weniger die Geschwindigkeit als die Treffsicherheit. Als Executive-Search-Headhunter begleiten wir die Suche von der Anforderungsklärung bis zur Vertragsunterschrift. Details zur Besetzung liefert der Headhunter Führungskräfte.
Grafiken: Die Infografiken dürfen gerne verwendet und geteilt werden. Bitte nennen Sie als Quelle diesen Beitrag oder techminds.de
Häufig gestellte Fragen zum Vice President
Vice President, mehr steckt nicht dahinter. Die wörtliche Übersetzung Vizepräsident führt allerdings in die Irre, denn gemeint ist keine Stellvertretung, sondern eine eigenständige Führungsrolle unterhalb des C-Levels.
Zwischen Director und C-Level. Ein Director führt eine Abteilung, der VP mehrere davon. Darüber sitzen dann Senior Vice President und Executive Vice President, sofern das Unternehmen diese Ebenen überhaupt hat. Vorsicht bei amerikanischen Banken: Dort tragen auch erfahrene Fachkräfte ohne nennenswerte Führungsspanne den Titel.
Zwischen 150.000 und 220.000 Euro brutto im Jahr, der Durchschnitt liegt bei rund 185.000 Euro und damit auf Director-Niveau. In Konzernen mit internationaler Verantwortung geht es auch darüber hinaus, dann freilich mit erheblichen variablen Anteilen.
Der Zuschnitt. Ein SVP führt meist mehrere VP-Bereiche oder gleich eine ganze Region. In kleineren Unternehmen fehlt diese Zwischenebene ohnehin.
Formal meist nicht, denn Organvertreter sind Geschäftsführung oder Vorstand. Faktisch sitzt er trotzdem mit am Tisch, weil er über Budget, Personal und Strategie seines Bereichs entscheidet. Wenn Sie eine VP-Position prüfen, sollten Sie deshalb weniger auf den Titel schauen als darauf, was die Rolle tatsächlich entscheiden darf.
VP Engineering, VP Sales, VP Product und VP Operations begegnen uns in Besetzungsprojekten am häufigsten. Softwareunternehmen richten diese Ebene erfahrungsgemäß ab etwa 150 Mitarbeitenden ein. Vorher schafft der CTO die Führung der Teams noch selbst, danach schlicht nicht mehr.