Das Wichtigste in Kürze

  • Kern: Der Robotik-Ingenieur entwickelt, programmiert und testet Roboter und Automatisierungssysteme.
  • Gehalt: Im Schnitt rund 75.000 Euro; Einstieg um 50.000, mit Erfahrung 60.000 bis 100.000 und mehr.
  • Rüstzeug: CAD-Kenntnisse in 2D und 3D gehören zum Standard.

Ein Robotik-Ingenieur ist Entwicklungs- und Automatisierungsingenieur: Er beschäftigt sich mit der Entwicklung, dem Entwurf, der Programmierung und dem Testen von Robotern und automatisierten Systemen. Dazu analysiert er die Anforderungen, entwickelt Algorithmen und Steuerungssysteme und bringt anschließend Software und Hardware zusammen zum Laufen.

Ein Robotik-Ingenieur arbeitet meist im interdisziplinären Team, und zwar in der Automobilindustrie, in der Luft- und Raumfahrt, in der Medizintechnik und in der Industrieautomation. Das Wissen muss dabei breit sein und reicht von Mechanik und Elektronik über Informatik bis zur Künstlichen Intelligenz. Was ein Robotik-Ingenieur genau macht, was er dafür braucht und was er verdient, lesen Sie in diesem Beitrag.

Robotik-Ingenieur: Key Facts

Die wichtigsten Facts zum Beruf des Robotik-Ingenieurs erhalten Sie im Folgenden auf einen Blick.

Was macht ein Robotik-Ingenieur?

Ein Robotik-Ingenieur entwickelt und baut kognitive Systeme und Roboter, die verschiedene Arbeiten übernehmen bzw. mit Menschen kooperieren. Sein Aufgabenbereich umfasst ein breites Spektrum, wie zum Beispiel das Entwerfen von mechanischen Komponenten, die Entwicklung von Steuerungs- und Antriebssystemen, die Programmierung von künstlicher Intelligenz und das Testen und Optimieren von Robotersystemen.

Robotik-Ingenieure arbeiten in verschiedenen Industrien, wie der Automobilindustrie, der Raumfahrt, der Medizintechnik und der Fertigung, um effiziente und präzise Lösungen für komplexe Probleme und Herausforderungen zu entwickeln. Durch ihre Arbeit tragen sie zur Verbesserung von Produktivität, Sicherheit und Qualität in verschiedenen Anwendungsbereichen bei.

Was muss ein Robotik-Ingenieur können?

Ein Robotik-Ingenieur benötigt interdisziplinäre Engineering-Kenntnisse. Dazu gehört in erster Linie ein solides Verständnis von Ingenieurwissenschaften, einschließlich Mechanik, Elektronik, Sensorik, Steuerungstechnik und Materialwissenschaften. Programmierkenntnisse in verschiedenen Sprachen wie C++, Python oder ROS (Robot Operating System) sind ebenfalls unerlässlich, da die Programmierung von Robotern und automatisierten Systemen eine zentrale Rolle spielt.

Dazu kommt in der Robotik die Fähigkeit, ein komplexes Problem zu zerlegen und dafür eine Lösung zu finden, die auch in der Fertigung trägt. Und weil ein Robotik-Ingenieur mit Softwareentwicklung, Fertigung und Design zusammenarbeitet, entscheidet oft, wie gut er sich mit anderen Fachbereichen verständigen kann.

Wie viel verdient ein Robotik-Ingenieur?

Abhängig von Erfahrung und Qualifikation sowie Standort, Größe und Branche des Unternehmens kann ein Robotik-Ingenieur durchschnittlich rund 75.000 Euro brutto pro Jahr verdienen. Im Durchschnitt liegt das Einstiegsgehalt für einen Robotik-Ingenieur in Deutschland bei etwa 50.000 Euro brutto pro Jahr. Mit zunehmender Berufserfahrung und Expertise können Robotik-Ingenieure Gehälter von 60.000 bis 100.000 Euro oder sogar mehr verdienen.

Robotik-Ingenieur im Kurzüberblick: bringt Roboter in den Betrieb, Durchschnittsgehalt 75.000 Euro brutto im Jahr.

Was macht ein Robotik-Ingenieur? Aufgaben & Tätigkeiten

Ein Robotik-Ingenieur ist verantwortlich für die Entwicklung, Planung, Implementierung und Optimierung von Robotern und automatisierten Systemen. Die Aufgaben und Tätigkeiten eines Robotik-Ingenieurs können je nach Branche und Projekt variieren, umfassen jedoch im Allgemeinen die folgenden Bereiche:

  • Konzeptentwicklung: Erstellung von Ideen und Entwürfen für neue Roboter oder Automatisierungssysteme entsprechend den Anforderungen und Zielen eines Projekts

  • Mechanisches Design: Entwicklung und Optimierung der mechanischen Komponenten von Robotern, wie Gelenke, Greifer und Antriebssysteme, unter Berücksichtigung von Materialien, Toleranzen und Belastungen, z.B. mittels CAD

  • Elektronik und Steuerungssysteme: Entwicklung und Integration von elektronischen Schaltungen, Sensoren, Aktuatoren und Steuerungssystemen, um die Bewegungen, Interaktionen und Reaktionen der Roboter auf ihre Umgebung zu steuern

  • Programmierung: Erstellung von Software und Algorithmen zur Steuerung und Koordination von Roboterbewegungen, Datenverarbeitung, künstlicher Intelligenz, Maschinellem Lernen und Kommunikation mit anderen Systemen

  • Simulation und Modellierung: Erstellung von Simulationsmodellen, um das Verhalten von Robotern unter verschiedenen Bedingungen zu analysieren, zu testen und zu optimieren

  • Systemintegration: Zusammenführung aller Komponenten eines Robotersystems, einschließlich Mechanik, Elektronik und Software, und Sicherstellung der korrekten Funktion und Interaktion der Teilsysteme

  • Testen und Validierung: Durchführung von Integrationstests und Prüfungen zur Validierung der Leistung, Sicherheit und Qualität von Roboter- und Automatisierungssystemen und Anpassung der Systeme entsprechend der Testergebnisse

  • Inbetriebnahme und Wartung: Implementierung von Robotersystemen in realen Anwendungsumgebungen, Fehlerbehebung, Anpassungen und regelmäßige Wartung, um die optimale Leistung sicherzustellen

  • Dokumentation und Kommunikation: Erstellung von technischen Dokumentationen, Benutzerhandbüchern und Schulungsmaterialien sowie Zusammenarbeit und Kommunikation mit anderen Entwicklern, Machine Learning Engineers, Kunden, Projektmanagern und Stakeholdern

  • Forschung und Entwicklung: Beobachtung der neuesten Entwicklungen und Trends in der Robotik und Identifizierung von Möglichkeiten zur Verbesserung und Anpassung von Roboter- und Automatisierungssystemen an neue Anforderungen und Technologien

Sieben Kernaufgaben des Robotik-Ingenieurs: Konzept, Design, Elektronik, Programmierung, Simulation, Integration.

Auf welche Branchen kann sich ein Robotik-Ingenieur spezialisieren?

Primäre Arbeitsfelder für Robotik-Ingenieure liegen im Maschinen- und Anlagenbau, in der Elektroindustrie, der Medizintechnik, der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie der Automobilindustrie.

Drei Branchen für Robotik-Ingenieure: Elektroindustrie, Maschinenbau mit Automobil und Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik.
  • Maschinenbau, Automobil- und Luftfahrt- sowie Raumfahrtindustrie: Hier entwickeln, bauen und steuern Robotik-Ingenieure Roboter, die gezielt für die Produktion eingesetzt werden. In der Raumfahrt werden mithilfe von intelligenten Systemen Daten gesammelt und Messungen durchgeführt.

  • Elektroindustrie: Hier arbeiten Robotik-Ingenieure insbesondere bei der Entwicklung von Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnologien mit. In anderen, IT-lastigeren Bereichen schreiben Robotik-Ingenieure jene Programme, auf deren Grundlage die Roboter sich bewegen und Arbeiten verrichten können.

  • Medizintechnik: Hier beteiligen sich Robotik-Ingenieure vor allem an der Forschung. So werden Roboter und intelligente Systeme entwickelt, die bei komplizierten Behandlungen und Operationen assistieren. Doch auch für den Therapie-Bereich wird in Sachen Roboter geforscht: Mit Prothesen, die mit dem Gehirn verbunden werden, sollen Menschen zukünftig bspw. wieder neu laufen lernen.

Was muss ein Robotik-Ingenieur können? Voraussetzungen, Ausbildung und Co.

Um als Robotik-Ingenieur erfolgreich zu sein, sind bestimmte Voraussetzungen, Fähigkeiten und eine entsprechende Ausbildung erforderlich. Gefragt sind vor allem:

Bildung: Ein solides Verständnis der grundlegenden Ingenieurwissenschaften wie Mathematik, Physik und Mechanik ist entscheidend. Diese erwirbt er am besten in einem spezifischen Robotik-Studium, das mittlerweile an verschiedenen Hochschulen in Deutschland angeboten wird. In diesem Studium werden ihm fundierte Kenntnisse in Automatisierungstechnik, Sensorik, Robotermechanik, Steuer-, Mess- und Regelungstechnik u.v.m. vermittelt.

In vielen Fällen benötigt er nach einem Grundlagen-Bachelor einen weiterführenden Master-Abschluss. Auch Personen mit anderen MINT-Studienabschlüssen haben in der Regel die nötigen Voraussetzungen für den Beruf des Robotik-Ingenieurs. Ein aufbauendes Master-Studium kann ggf. auch hier Wissen und Kenntnisse vertiefen und verfeinern.

  • Programmierkenntnisse & Konstruktionssoftware: Ein Robotik-Ingenieur sollte verschiedene (embedded) Programmiersprachen beherrschen, insbesondere solche, die in der Robotik-Industrie häufig verwendet werden (z.B. C++, Python, KUKA, Cloos, Reis, ROS). Zudem sollten CAD-Kenntnisse im 2D- und 3D-Bereich vorhanden sein (z.B. SolidWorks).

  • Elektrotechnik und Mechanik: Kenntnisse in Elektronik, Schaltungsdesign und Mikrocontroller sind entscheidend für die Entwicklung von elektronischen Steuerungen und Systemen. Verständnis von Mechanik und Materialwissenschaften sind ebenfalls wichtig, um Roboterstrukturen und -bewegungen zu entwerfen.

  • Regelungstechnik und Sensorik: Kenntnisse in Regelungssystemen und -technik sind eine wichtige Voraussetzung, um Bewegungen und Aktionen von Robotern zu steuern und stabilisieren. Hinzu kommt Erfahrung in der Auswahl, Integration und Anwendung von Sensoren und Aktoren, die für die Wahrnehmung und Interaktion von Robotern in ihrer Umgebung notwendig sind.

  • Künstliche Intelligenz: Kenntnisse in KI-Techniken wie maschinelles Lernen, Computer Vision und Verarbeitung natürlicher Sprache ermöglichen es Robotern, autonomer und intelligenter zu agieren.

  • Systemintegration: Die Fähigkeit, verschiedene Komponenten und Technologien zu kombinieren, ermöglicht es Robotik-Ingenieuren, ein voll funktionsfähiges Robotersystem zu entwickeln.

  • Kommunikation: Effektive Kommunikationsfähigkeiten, um mit Teammitgliedern und anderen Fachleuten zusammenzuarbeiten und technische Ideen und Konzepte klar zu präsentieren, sind für den Beruf des Robotik-Ingenieurs unerlässlich.

  • Problemlösung: Kreativität und kritisches Denken sind entscheidend für die Entwicklung innovativer Lösungen für komplexe technische Herausforderungen in der Robotik.

  • Projektmanagement: Die Fähigkeit, Projekte zu planen, zu organisieren und zu überwachen, um sicherzustellen, dass sie termingerecht und innerhalb des Budgets abgeschlossen werden, ist für den Beruf des Robotik-Ingenieurs wichtig.

Je nach Einsatzfeld verschiebt sich der Schwerpunkt: In der Industrierobotik zählt die Steuerungstechnik, in der Servicerobotik die Sensorik und die Bildverarbeitung.

Aus der TechMinds-Praxis: Steuerung oder Modell. Für einen Kunststoffmaschinenhersteller haben wir einen Softwareentwickler für Robotik und Maschinensteuerung besetzt. Ein KI-Unternehmen suchte im selben Zeitraum einen Senior Software Engineer für Trainingspipelines. Robotik-Ingenieure werden in zwei getrennten Welten gesucht: Maschinenrobotik mit Steuerungstechnik und KI-Robotik mit Python. Benennen Sie, aus welcher Ihre Rolle kommt und wie viel Zeit am Roboter erwartet wird.

Anforderungen an Robotik-Ingenieure: Programmierung mit ROS, Mechatronik, Regelungstechnik, Sensorik-Kompetenz.

Wie viel verdient ein Robotik-Ingenieur? Gehalt

Innerhalb der Spanne entscheidet vor allem die Branche: In der Automobilindustrie und der Medizintechnik liegen die Gehälter über denen im allgemeinen Maschinenbau, weil dort Zulassungs- und Sicherheitsanforderungen hinzukommen. Erfahrene Robotik-Ingenieure erreichen 60.000 bis 100.000 Euro und mehr. In großen Unternehmen oder in Branchen mit hoher Nachfrage nach Robotik-Experten, wie der Automobilindustrie oder der Luft- und Raumfahrt, kann das Gehalt tendenziell höher ausfallen.

Robotik-Ingenieur-Gehalt: durchschnittlich 75.000 Euro brutto im Jahr, mit Erfahrung 60.000 bis über 100.000 Euro.

Einordnung: In der TechMinds Gehaltsstudie IT & Engineering steht diese Rolle auf der Ebene Senior Professional im Fachbereich Engineering. Dort lassen sich die Gehaltsspannen aller 147 Tech-Rollen vergleichen.

Wie wird man Robotik-Ingenieur?

Wie man die Position eines Robotik-Ingenieurs erreichen kann, sehen Sie hier.

Studium

In einem spezialisierten Robotik-Studium erlernen Sie die wichtigsten Skills und Fähigkeiten für den Beruf des Robotik-Ingenieurs. Nach dem grundlegenden Bachelor können Sie Ihre Kenntnisse im Master-Studium maßgeblich verfeinern und vertiefen. Eine Ausbildung bzw. ein Studium in einem verwandten MINT-Bereich kann ebenso die notwendigen Skills vermitteln.

Technisches Verständnis & analytische Fähigkeiten

Im besten Fall zählen technisches Verständnis & analytische Fähigkeiten zu Ihren Stärken und Sie haben keine Schwierigkeiten, sich mit komplexen Themen im naturwissenschaftlichen und mathematischen Bereich auseinanderzusetzen und diese zu verstehen.

Programmierfähigkeiten

Da eine der Hauptaufgaben eines Robotik-Ingenieurs die Entwicklung jener Software ist, die einen Roboter überhaupt erst arbeitsfähig macht, ist Programmierfähigkeit ein essenzieller Skill für einen angehenden Ingenieur für Robotik.

KI in der Robotik: Was sich für Robotik-Ingenieure ändert

Nirgendwo wird KI so greifbar wie in der Robotik: Lernende Bildverarbeitung macht Roboter flexibler, etwa beim Griff in ungeordnete Kisten oder bei variantenreichen Bauteilen, und die Programmierung verschiebt sich von starrer Bahnplanung hin zu Training, Demonstration und datenbasierter Optimierung. Simulationsumgebungen beschleunigen die Entwicklung, weil Verhalten zunächst virtuell trainiert und erst dann auf die reale Anlage übertragen wird. In größeren Organisationen sitzen daneben Profile wie Funktionsentwickler oder Elektroingenieur mit am Tisch.

Mit kollaborativen Robotern rückt die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine in den Mittelpunkt, denn KI-gestützte Wahrnehmung hilft Cobots, auf Menschen in ihrer Umgebung zu reagieren. Genau hier wächst die Verantwortung, denn lernende Systeme wirken physisch. Der Robotik-Ingenieur validiert dessen Verhalten gegen Sicherheitsanforderungen und Normen und muss dafür sorgen, dass der Roboter auch in einer unvorhergesehenen Situation beherrschbar bleibt.

Gefragt sind deshalb Robotik-Ingenieure mit Robotik-Erfahrung, die klassische Regelungstechnik mit Machine-Learning-Kompetenz verbinden und ein lernendes System sicher in den Betrieb bringen.

Ihr Headhunter für Robotik

Als Headhunter für Robotik unterstützen wir Sie bei der Suche nach einem hochqualifizierten Robotik-Ingenieur für Ihr Unternehmen. Über 86 % unserer Suchprojekte schließen wir erfolgreich ab. Als Personalberatung im IT- und Tech-Umfeld sprechen unsere Personalberater diese Profile über das eigene Netzwerk und die Direktansprache an. Die zugehörige Leistungsseite: Headhunter für Robotik.

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